Sprache Ohne Schimpfwörter geht's nicht
Gespräch mit der bildenden Künstlerin Ingke Günther
-
- Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht. (Bill Keaggy|flickr|CC BY-NC-SA 2.0)
Sofern Schimpfwörter nicht vollkommen absurd, ehrverletzend oder abstoßend sind, schaffen sie es sogar in den Duden. Schimpfwörter müssen lediglich in unterschiedlichen Quellen häufig genug auftreten, um den Sprung in die "offizielle" deutsche Sprache zu schaffen.
Eine Welt ohne Schimpfwörter oder deftige Sprachbilder und Beleidigungen wäre für die einen das Paradies, für die anderen aber eher langweilig. Egal wie man zu dieser Form der zwischenmenschlichen Kommunikation auch stehen mag: Schimpfwörter sind Teil der Sprache und Teil der Alltagskultur.
Schimpfwort-Kategorien
1504 Schimpfworte (Stand 08/11), Stickschrift auf Bütten, ca. 21 x 15 cm, Sammlung seit 2004 (Ingke Günther)Die bildende Künsterlin Ingke Günther sammelt seit sieben Jahre Schimpfwörter und hat bis heute 1504 in ihre Sammlung aufgenommen. Auf kleinen Kärtchen mit darauf gestickten Schimpfwörtern zeigt sie in Ausstellungen ihre Sammlung. Diese teilt sie in vier Kategorien ein: Berufsgruppen ("Beamtenarsch"), Omas Zeiten ("Poussierstängel"), Jugendsprache mit Tierverwandschaften ("Planschkuh") und vulgäre Schimpfworte.
Dieser Beitrag ist die Wiederholung einer Sendung vom 17. August 2011.