Sprachen im Abseits III Exotischste Sprache Europas
Martin Haase über das Baskische
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- Demonstranten halten in Irun am baskischen Volkstag Aberri Eguna die baskische Flagge. (picture alliance / dpa | Javier Exezarreta)
Baskisch oder "Euskara", wie die Basken selbst ihre Sprache nennen, ist dem aktuellen Stand der Forschung nach die einzige Sprache Westeuropas, die die Invasion der Indogermanen überlebte. Sie ist also die älteste und gewissermaßen europäischste Sprache Europas.
Woher das Baskische stammt, gibt den Forschern noch immer Rätsel auf. Klar scheint: Baskisch ist weder mit den romanischen noch mit den indogermanischen Sprachen verwandt. Bis heute konnte keine Theorie einer genetischen Verwandtschaft mit anderen Sprachen oder Sprachfamilien nachgewiesen werden.
Baskisch ist bedroht
Je nach Schätzungen sprechen heute noch 600.000 bis 800.000 Menschen in Frankreich und Spanien Baskisch. Dem Linguisten Martin Haase zufolge ist die Tendenz sogar steigend, wobei dies nur zu begrenztem Optimismus Anlass geben könne. Das Baskische sei und bleibe eine bedrohte Sprache.
Die exotischste Sprache Europas
Haase selbst darf sich Baske nennen, wenn man das baskische Wort für Baske "Euskaldun" wörtlich nimmt - es bedeutet "Baskischsprecher". Seit 2002 ist er Professor für Romanische Sprachwissenschaft an der Universität Bamberg. Bekannt ist er auch als Vorstandsmitglied des Chaos Computer Clubs und als Mitbetreiber und Autor des prämierten Sprachblogs neusprech.org. Im Rahmen der Ringvorlesung "Sprachen im Abseits" des Instituts für Romanistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat er am 6. Juni 2012 in seinem Vortrag "Baskisch - die exotischste Sprache Europas" die Geschichte und die Eigenheiten der baskischen Sprache erläutert.
Die Folien zu seinem Vortrag finden Sie hier als PDF-Datei.