Spurlos Vermisstensuche im Netz
Die Webschau mit Thomas Reintjes
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- Vermisstensuche per Steckbrief - das gibt es auch im Netz. (Andy Callahan/ Flickr/ cc by-nc-sa/ 2.0)
Die Sozialen Medien sind perfekt dazu geeignet, vermisste Personen zu suchen. Thomas Reintjes berichtet in der Webschau, wie das funktioniert.
Ein Beispiel: In China werden bettelnde Kinder entführt - über einen Twitter ähnlichen Dienst sollen sie wieder zu ihren Eltern zurückfinden. Yu Jianrong, ein Soziologe aus Peking, hatte die Idee, Fotos dieser Kinder zu veröffentlichen. Die Erfolgsquote ist allerdings schwer einzuschätzen. Ende Januar berichtete der Spiegel, es seien einige Fälle gelöst worden.
Schneeballsuche über Facebook
Ein weiteres Beispiel: Die initiative Vermisste Kinder, ein Verein aus Hamburg; er hat die Aktion "Deutschland findet euch“ gestartet. Die Suche läuft auch über Facebook und darüber auch zum Teil mehrere Tausend mal geteilt. Das Schneeballsystem von Facebook kann für viel Aufmerksamkeit sorgen. Und auch über aufgeklärte Fälle erhält man über die Seite Informationen, etwa: "Die seit dem 3. Mai als vermisst gemeldete 20-jährige Sophie S. aus Köln-Rath konnte in Frankreich aufgefunden werden.“
Über einen Suchen-Button gelangt man direkt zu einer Übersicht der Fälle. Für jedes Kind ist eine eigene Profilseite angelegt worden. So wie für Felix Heger, vor sechs Jahren im Alter von knapp drei Jahren verschwunden. Auf der Seite werden Medienberichte gesammelt und verlinkt und immer wieder wird an den Fall erinnert.
Vermisstenanzeige statt Werbebanner
Auch in einem Video bei Youtube erklärt die Initiative, wie man helfen kann (Ausschnitt 1'10 bis 2'01). Und noch etwas gibt es von der Initiative: Ein Add-On für den Firefox-Browser blendet Werbebanner aus und stattdessen Vermisstenanzeigen ein.