Stammzellen Zwischen Forschung und Klinik
Zehn Jahre deutsches Stammzellgesetz - Wissenschaftsjournalist Michael Lange zieht Bilanz.
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- Auf einem Foto wird zur Stammzellengewinnung einem menschlichen Embryo eine einzelne Zelle entnommen. (AP/Advanced Cell Technology)
In der Stammzellforschung wurden in den letzten zehn Jahren viele Durchbrüche verkündet, anwendbare Therapien gibt es bis heute nicht.
Seit dem 1. Juli 2002 dürfen deutsche Wissenschaftler mit embryonalen Stammzellen des Menschen forschen. Zehn Jahre lang haben sie Zellkulturen vermehrt, Stammzellen untersucht, verändert und in Versuchstiere verpflanzt, Zelltypen ineinander umgewandelt. Im Monatsrhythmus erscheinen "bahnbrechende" Ergebnisse.
Studie wurde abgebrochen
Gleichzeitig haben sich für den Patienten die Aussichten kaum verändert. Immer noch liegt eine Stammzellentherapie gegen Parkinson, Multiple Sklerose oder Diabetes in weiter Ferne. Die weltweit erste Studie mit Zellen aus embryonalen Stammzellen wurde nach jahrelanger Diskussion 2010 gestartet und 2011 abgebrochen. Auf der Suche nach Heilung wenden sich immer mehr Patienten an dubiose Anbieter und gehen dabei unabsehbare Risiken ein.
Hören Sie den gesamten Bericht "Verwandlungsversuche" von Michael Lange in der DLF-Sendung "Wissenschaft im Brennpunkt".