Sonntag, 26. Mai 2013

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Statistik Die Mittelschicht schrumpft nicht - oder doch?  

Gespräch mit der Statistikerin Katharina Schüller

Familie, die im Sonnenuntergang am Strand in einer Reihe spazieren geht.
Familie am Strand (flickr/photon/cc-by)

Unter dem Titel "Mythen über die Mittelschicht" publiziert das Roman-Herzog-Institut eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Nach dieser Studie seien die Aufstiegschancen in Deutschland gut. Die Autoren widersprechen damit anderen Studien, die die gleichen Daten ausgewertet haben.

Die Wissenschaftler des als arbeitgebernah geltenden Instituts der deutschen Wirtschaft haben Daten des sozio-oekonomischen Panels ausgewertet und kritisieren, dass diese häufig einseitig ausgewertet würden und die Situation der Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen zu schlecht dargestellt würde: "Entgegen der weit verbreiteten Meinung schrumpft die Mittelschicht in Deutschland nicht. Von einer objektiven Abstiegsbedrohung der Mittelschicht kann keine Rede sein. Auch haben sich die Einkommensunterschiede zwischen der Mittelschicht und höheren Einkommen in der Vergangenheit nicht wesentlich vergrößert." (Quelle: Website IW Köln)

Roman Herzog Institut, Screenshot der Studie "Mythos über die Mittelschicht", 20.01.2011 (Roman Herzog Institut, Screenshot der Studie "Mythos über die Mittelschicht", 20.01.2011)

Die Statistikerin Katharina Schüller hat sich Daten und Studien angesehen - und fragt, wie man solche Chancen überhaupt messen kann. Sie erklärt, was mit dem Begriff Mittelschicht überhaupt gemeint ist, welche Daten für diese Studien verwendet werden und wie Aufstiegschancen statistisch bemessen werden können. Außerdem fragt sich Katharina Schüller, was das Institut der deutschen Wirtschaft mit einseitiger Auswertung von Statistiken meint und ob die Autoren nicht selber auch einseitig gearbeitet haben.

 

Mehr zum Thema:

Die Publikation "Abstiegsangst - Die Mittelschicht schrumpft nicht" auf den Seiten des Roman-Herzog-Instituts

Abstiegsangst - Die Mittelschicht schrumpft nicht. Mitteilung auf der Seite des Institut der deutschen Wirtschaft

Das Sozio-oekonomische Panel des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung

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