Freitag, 24. Mai 2013

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Steinbrück Kaum präsent im Netz  

Thomas Reintjes nimmt die Netzaffinität Peer Steinbrücks unter die Lupe

Peer Steinbrück bedient einen Mini-Computer im Plenarsaal des Bundestages.
Peer Steinbrück ist nicht der "digital candidate". (picture-alliance/ dpa | Rainer Jensen)

Seit dem 1. Oktober ist Peer Steinbrück offiziell als Kanzlerkandidat der SPD nominiert. Doch die erste Etappe im Wahlkampf scheint er im Internet schon verloren zu haben.

Peer Steinbrück ist nicht besonders aktiv im Netz unterwegs. Er pflegt eine eher solide Homepage. Zumindest hat er es schon auf Facebook geschafft und dort rund 10.000 Likes.

No digital candidate

Steinbrück räumt ein, dass die deutsche Politik das Internet und die sozialen Medien noch nicht ausreichend nutzt wie zum Beispiel in den USA. Auch soziale Medien müssen bedient werden, was für ihn sein Mitarbeiterstab macht, wie er in der zwanzigminütigen Podiumsdiskussion des Blogs UdL Digital am 26. September erklärte. Letztlich wertet er aber den persönlichen Kontakt zum Wähler höher als den über soziale Medien, da Aussagen auch vom persönlichen Eindruck leben.

Dagegen rät das Blog Futurbiz Steinbrück: "Hören Sie zu, was die Bürgerinnen und Bürger wollen. Jeder von Ihnen im Social Web geführte Dialog wird tausende Ihrer Unterstützer erreichen."

Maskenhafte Profile

Kaum ein hochrangiger Politiker bedient selbst die sozialen Medien, wie Nico Lumma hervorhebt. Allerdings scheint sich Steinbrück insgesamt wenig im Netz zu bewegen. Spiegel Online weist auf ein Ranking Netzpräsenz deutscher Politiker hin, in dem er auf Rang 297 landet. Außerdem habe er auf Abgeordnetenwatch, wo Bürger Volksvertretern Fragen stellen können, noch nicht einmal persönlich geantwortet.

Das ZDF Blog Hyperland hat nach den Erwartungen an Steinbrück gefragt. Zusammenfassend werden sich "kompetente Betreuung des Themas in einer SPD-geführten Bundesregierung und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft" erhofft.

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