Sterblichkeit Sprechen über den Tod
Marlis Schaum hat ein Projekt besucht, das junge Menschen mit Sterbenden ins Gespräch bringt
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- Der Tod ist in unserer Gesellschaft ein Tabu-Thema. (Brian Wolfe | Flickr | CC BY-NC 2.0)
Das Projekt mit dem Titel "30 junge Menschen sprechen mit Sterbenden und ihren Angehörigen" will den Tod als Diskursthema in die Gesellschaft und das Leben 30 junger Erwachsener bringen.
Sie sind zwischen 16 und 23 Jahre alt und kerngesund. Diesen Sommer lernen sie 30 Menschen kennen, die keine Aussicht mehr haben, weiterleben zu können. Fast ein Jahr lang setzen sie sich mit dem Tod auseinander - in Workshops und in Interviews mit den todkranken Patienten.
Leben mit dem Tod
8 Teilnehmer des Projekts (30jungemenschen | Nicole Kesting)
Wie fühlt es sich an, mit der ständigen Gewissheit des Todes zu leben? Wie bedroht oder wie bereichert der Tod vielleicht auch das Leben? Und was kann man als gesunder Mensch von einem Sterbenden lernen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich die Teilnehmer und Patienten in Videogesprächen und Interviews. Noch bis Ende des Jahres finden die Auswertungen und filmischen Bearbeitungen statt.
Dokumentation geplant
Die Universität Witten/Herdecke und die Universitätsklinik Düsseldorf haben das Projekt "30 Junge Menschen sprechen mit Sterbenden und ihren Angehörigen" ins Leben gerufen. Im Februar 2013 soll ein Kinofilm und ein Buch als Dokumentation veröffentlicht werden.
Trailer zu 30 Junge Menschen (30jungeMenschen | Vimeo)