Samstag, 25. Mai 2013

Kultur /

Sterblichkeit Sprechen über den Tod  

Marlis Schaum hat ein Projekt besucht, das junge Menschen mit Sterbenden ins Gespräch bringt

Eine junge und eine alte Hand halten einander fest.
Der Tod ist in unserer Gesellschaft ein Tabu-Thema. (Brian Wolfe | Flickr | CC BY-NC 2.0)

Das Projekt mit dem Titel "30 junge Menschen sprechen mit Sterbenden und ihren Angehörigen" will den Tod als Diskursthema in die Gesellschaft und das Leben 30 junger Erwachsener bringen.

Sie sind zwischen 16 und 23 Jahre alt und kerngesund. Diesen Sommer lernen sie 30 Menschen kennen, die keine Aussicht mehr haben, weiterleben zu können. Fast ein Jahr lang setzen sie sich mit dem Tod auseinander - in Workshops und in Interviews mit den todkranken Patienten.

Leben mit dem Tod

Das Bild zeigt acht Teilnehmer des Projektes "30 junge Menschen". Die 16- bis 24-Jährigen treffen und sprechen mit totkranken Patienten. 8 Teilnehmer des Projekts (30jungemenschen | Nicole Kesting)

Wie fühlt es sich an, mit der ständigen Gewissheit des Todes zu leben? Wie bedroht oder wie bereichert der Tod vielleicht auch das Leben? Und was kann man als gesunder Mensch von einem Sterbenden lernen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich die Teilnehmer und Patienten in Videogesprächen und Interviews. Noch bis Ende des Jahres finden die Auswertungen und filmischen Bearbeitungen statt.

Dokumentation geplant

Die Universität Witten/Herdecke und die Universitätsklinik Düsseldorf haben das Projekt "30 Junge Menschen sprechen mit Sterbenden und ihren Angehörigen" ins Leben gerufen. Im Februar 2013 soll ein Kinofilm und ein Buch als Dokumentation veröffentlicht werden.

 

Trailer zu 30 Junge Menschen (30jungeMenschen | Vimeo)



Mehr bei DRadio Wissen:

Der Tod, Domian und DRadio WissenÜber Spaziergänge auf Friedhöfen, den Erkenntnisgewinn durch die Lektüre des Tibetischen Totenbuches und über seine Meinung zur Sterbehilfe spricht Jürgen Domian bei DRadio Wissen in der Redaktionskonferenz.
(Redaktionskonferenz vom 29.06.2012)

Verwitwet, aber nicht tot
Mehr 10.000 trauernde Menschen nutzen die Angebote der Internet-Plattform verwitwet.de.
(Medien vom 05.07.2012)

Wie Menschen medial aus dem Leben scheiden
Gespräch über die Kultur der Traueranzeigen mit Professorin Eva Eckkrammer.
(Medien vom 10.05.2012)

 

Mehr zum Thema:

Gespräche mit Sterbenden
Projekt zum Umgang mit dem Tod.
(wdr.de vom 09.07.2012)

Zum Kommentieren bitte registrieren oder anmelden.

Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare

Wenn Sie Verstöße gegen unsere Kommentar-Regeln feststellen, informieren Sie bitte die Forenadministration per E-Mail.

Beitrag hören

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Kultur

Ein Ferkel liegt in der Tostifabriek im Stall auf Stroh.

UtopiefabrikSchinkentoast für 25 Euro

Die Amsterdamer Tostifabriek zeigt Städtern, aus welchen Nahrungsmitteln ein Toast besteht.

Mehr …

Bernhard Lauer vom Kasseler Brüder Grimm-Museum hält am 26.3.2003 vor dem Konterfei der Gebrüder Grimm asiatische Ausgaben der berühmten Kinder- und Hausmärchen in den Händen.

MärchenVon Füchsinnen und Geistern

Chinas Antwort auf die Brüder Grimm

Mehr …

The Doors-Keyboarder Ray Manzarek

Lärm der WocheGarantiert ESC-frei

Cascada? Kennen wir nicht. Bei uns geht es um The Doors, Daft Punk und Kanye West.

Mehr …