Samstag, 25. Mai 2013

Agenda /

Streaming Melodien für Millionen  

Mit einem Klick zum Lieblingsstück

Eine Frau lauscht der Musik aus ihrem Kopfhörer.
Musik ist heute überall verfügbar, wo man Internetzugang hat. (Richard Fagervoll | Flickr | cc by-nc-sa 2.0)

Rock, Metal, Punk oder Pop: Über Musik-Streamingdienste ist fast jedes Genre abrufbar, immer und überall. Musik aus der Cloud vermüllt nicht den Rechner - nutzen statt besitzen lautet die Devise. Und gegen eine monatliche Gebühr kann man sich nach Lust und Laune in den riesigen Musikdatenbanken der Anbieter bedienen. Über digitale und lineare Töne - das Tagesthema.

Beim Musik-Streaming sind bisher kleine Firmen wie Spotify, Simfy oder Napster erfolgreich. Jetzt wollen auch die Großen mitmischen: Microsoft startet seinen Streamingdienst per Xbox, Google ist angeblich gerade dabei, entsprechende Systeme aufzubauen.

In Deutschland ist die Streaming-Technik erst seit kurzer Zeit verfügbar. Denn lange konnten sich die Gema und die Streaming-Anbieter nicht einigen, welche Abgaben für die gestreamten Songs an Künstler und Label zu zahlen sind.

 

Musik im Fluss
Technikjournalist Thomas Reintjes über Streaming-Angebote und wie man sie nutzt

Eine Frau benutzt den Streamingdienst Spotify mit ihrem iPad.Immer dabei: Musik-Streaming funktioniert auf Tablet-PCs, Smartphones und Co. (Blixt A. | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)Sie heißen Spotify, Rdio oder nun auch Xbox Music und sind der Schlüssel zu einem Reich voller Musik: Bei Musik-Streamingdiensten zahlt der Nutzer fünf oder zehn Euro pro Monat und kann dafür fast unbegrenzt Musik hören. Und die kommt dann übers Smartphone, den Computer, Spielekonsolen oder Internetradios dorthin, wo auch immer man ist.

 

 

Hausbesuch bei Simfy
Thilo Jahn hat das Kölner Unternehmen besucht

"Simfy" steht über einer DiscokugelDisco, Jazz oder Metal? Simfy hat die Titel verschiedener Labels im Programm (Thilo Jahn)18 Millionen Songs bietet das Kölner Webportal Simfy seinen Nutzern. Simfy bietet eine individuelle Organisation von Playlists, einen Offline-Modus und mobile Apps. Eine Musikredaktion sorgt dafür, dass sich ständig neue Songs im Angebot finden. Das Unternehmen verspricht eine faire Entlohnung der Künstler. Wie das Unternehmen die Musik auswählt, hat sich Thilo Jahn angesehen.

 

 

Viel hören für wenig Geld
Sven Hansen vom Computermagazin c't über das Geschäftsmodell Streaming

Das Bild zeigt viele nebeneinander hängende Kopfhörerstöpsel.Bei kleineren Bands bleibt nur wenig hängen. (aloshbennett | flickr | CC BY 2.0)Für 4,99 Euro einen ganzen Monat Musik hören – nur die Masse macht das möglich, sagt der Journalist Sven Hansen. Was die Urheber bekommen, wird pro Stream abgerechnet, wer damit Geld verdienen will, braucht Klicks. Manche Künstler erzielen so Millionenbeträge. Bei vielen kommt aber nur wenig an: Die Band Bodi Bill zum Beispiel verdiente im November 2011 mit 5300 Streams nur 6,20 Euro.

 

 

Das Radio ist tot - es lebe das Radio
Robert Kindermann von 1Live  glaubt nicht an das Ende des linearen Radios

Der King, Elvis Presley, steht im Spielzeugformat neben einem alten Radio.Das Radio verändert sich, aber es stirbt nicht aus, meinen viele. (Whiskeygonebad | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)Streamingdienste sind nicht zu vergleichen mit Plattensammlungen. Selbst das MP3-Archiv kann nicht mithalten mit den Möglichkeiten, die die Cloud-Musikabos bieten: Titelvorschläge, Playlists mit Freunden teilen, sich ein Radioprogramm zusammenstellen lassen. Das klassische Radio hat aber trotzdem nicht ausgedient, meint Robert Kindermann. Er ist Programmentwickler bei der WDR-Popwelle 1Live.



Mehr bei DRadio Wissen:

Youtube: Die neuen Channels
Der Youtube-Betreiber Google hat angekündigt, 60 neue Spartenkanäle aufzubauen. 12 davon sollen auch nach Deutschland kommen.
(Agenda vom 10.10.2012)

Video-Streaming: Netflix expandiert nach Nordeuropa
Jürgen Kuri von c't erklärt, warum es so kompliziert ist, Streamingdienste nach Europa zu bringen.
(Medien vom 07.08.2012)

Musik-Streaming: Der Hype um Spotify
Der Musik-Streamingdienst startet in Deutschland - und sorgt für Diskussionen.
(Agenda vom 14.03.2012)

Digitale Musik: Abo-Dienste verändern die Musikwelt
Mit Diensten wie "Spotify" und "RDIO" werden Songs nicht mehr auf den Rechner geladen, sondern über das Netz gestreamt.
(Medien vom 03.01.2011)

 

Mehr zum Thema:

Angriff auf Spotify & Co.: Microsoft verschenkt Musik
(spiegel.de vom 15.10.2012)

Xbox Music: Warum Microsofts Spotify-Alternative den Musikmarkt grundlegend verändern dürfte
(basicthinking.de vom 15.10.2012)

Musikstreaming: Flop für die Künstler?
(einslive.de)

How Much Do Music Artists Earn Online?
(informationsibetariful.net vom 13.04.2010)

Zum Kommentieren bitte registrieren oder anmelden.

  • Seite 1 / 1

Kommentare 1 - 1 von 1

  • 1. Musik Streaming Dienste

    Eine Übersicht und Vergleich der Anbieter gibt es hier: http://www.musik-streaming-flats.de/

    tsmgo 09.11.2012 10:02 Uhr

Wenn Sie Verstöße gegen unsere Kommentar-Regeln feststellen, informieren Sie bitte die Forenadministration per E-Mail.

  • Seite 1 / 1

Beitrag hören

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Agenda

Deutschland-Fans nehmen am Sonntag (17.06.2012) in Nürnberg (Mittelfranken) in Morphsuits in Schwarz-Rot-Gold

StereotypenWelcome Krauts!

An die Stelle alter Rivalitäten und Feindschaften treten Freundschaften und Sympathien.

Mehr …

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und der Chefredakteur der Bild-Zeitung, Kai Diekmann, umarmen sich am 20.05.2013 während einer Besichtigung des Startup Unternehmen «Rocket Space» in San Francisco in Kalifornien (USA).

SpringerDie Bild im Tal

Kai Diekmann ist jetzt ein Internetgeek - keine gute Nachricht für seine Angestellten.

Mehr …

Ein Mann zeigt auf die neue XBox One.

XBox OneBig Brother im Wohnzimmer

Ultimatives Gaming-Erlebnis oder Bespitzelung im Wohnzimmer?

Mehr …

Eine Frau starrt ungläubig mit aufgerissenen Augen.

PsychologieBist du irre

Alles psychische Störungen: ein ausgelassenes Essen, Traurigkeit, Schüchternheit.

Mehr …

Hände, die auf einem Klavier spielen.

UrheberrechtTaktlos

Warum ein Musiklehrer seine Videos auf Youtube löschen muss.

Mehr …

Der Stadtpark im Hamburger Stadtteil Barmbek.

StadtparksGrün macht glücklich

Im Stadtpark bleibt niemand allein: Wir bevölkern die Grünanlagen gerne in Massen.

Mehr …