Streaming Melodien für Millionen
Mit einem Klick zum Lieblingsstück
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- Musik ist heute überall verfügbar, wo man Internetzugang hat. (Richard Fagervoll | Flickr | cc by-nc-sa 2.0)
Rock, Metal, Punk oder Pop: Über Musik-Streamingdienste ist fast jedes Genre abrufbar, immer und überall. Musik aus der Cloud vermüllt nicht den Rechner - nutzen statt besitzen lautet die Devise. Und gegen eine monatliche Gebühr kann man sich nach Lust und Laune in den riesigen Musikdatenbanken der Anbieter bedienen. Über digitale und lineare Töne - das Tagesthema.
Beim Musik-Streaming sind bisher kleine Firmen wie Spotify, Simfy oder Napster erfolgreich. Jetzt wollen auch die Großen mitmischen: Microsoft startet seinen Streamingdienst per Xbox, Google ist angeblich gerade dabei, entsprechende Systeme aufzubauen.
In Deutschland ist die Streaming-Technik erst seit kurzer Zeit verfügbar. Denn lange konnten sich die Gema und die Streaming-Anbieter nicht einigen, welche Abgaben für die gestreamten Songs an Künstler und Label zu zahlen sind.
Musik im Fluss
Technikjournalist Thomas Reintjes über Streaming-Angebote und wie man sie nutzt
Immer dabei: Musik-Streaming funktioniert auf Tablet-PCs, Smartphones und Co. (Blixt A. | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)Sie heißen Spotify, Rdio oder nun auch Xbox Music und sind der Schlüssel zu einem Reich voller Musik: Bei Musik-Streamingdiensten zahlt der Nutzer fünf oder zehn Euro pro Monat und kann dafür fast unbegrenzt Musik hören. Und die kommt dann übers Smartphone, den Computer, Spielekonsolen oder Internetradios dorthin, wo auch immer man ist.
Hausbesuch bei Simfy
Thilo Jahn hat das Kölner Unternehmen besucht
Disco, Jazz oder Metal? Simfy hat die Titel verschiedener Labels im Programm (Thilo Jahn)18 Millionen Songs bietet das Kölner Webportal Simfy seinen Nutzern. Simfy bietet eine individuelle Organisation von Playlists, einen Offline-Modus und mobile Apps. Eine Musikredaktion sorgt dafür, dass sich ständig neue Songs im Angebot finden. Das Unternehmen verspricht eine faire Entlohnung der Künstler. Wie das Unternehmen die Musik auswählt, hat sich Thilo Jahn angesehen.
Viel hören für wenig Geld
Sven Hansen vom Computermagazin c't über das Geschäftsmodell Streaming
Bei kleineren Bands bleibt nur wenig hängen. (aloshbennett | flickr | CC BY 2.0)Für 4,99 Euro einen ganzen Monat Musik hören – nur die Masse macht das möglich, sagt der Journalist Sven Hansen. Was die Urheber bekommen, wird pro Stream abgerechnet, wer damit Geld verdienen will, braucht Klicks. Manche Künstler erzielen so Millionenbeträge. Bei vielen kommt aber nur wenig an: Die Band Bodi Bill zum Beispiel verdiente im November 2011 mit 5300 Streams nur 6,20 Euro.
Das Radio ist tot - es lebe das Radio
Robert Kindermann von 1Live glaubt nicht an das Ende des linearen Radios
Das Radio verändert sich, aber es stirbt nicht aus, meinen viele. (Whiskeygonebad | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)Streamingdienste sind nicht zu vergleichen mit Plattensammlungen. Selbst das MP3-Archiv kann nicht mithalten mit den Möglichkeiten, die die Cloud-Musikabos bieten: Titelvorschläge, Playlists mit Freunden teilen, sich ein Radioprogramm zusammenstellen lassen. Das klassische Radio hat aber trotzdem nicht ausgedient, meint Robert Kindermann. Er ist Programmentwickler bei der WDR-Popwelle 1Live.