Studentenproteste Die Gegen-Universität
Silja Tietz berichtet über das "Institut für vergleichende Irrelevanz" in Frankfurt
-
- Das Institut für vergleichende Irrelevanz in Frankfurt (FreXxXenstein | flickr.com | CC BY-NC-SA 2.0)
Sie machen sich stark für eine neue Form des Lernens, veranstalten Partys und Kneipenabende. Seit zehn Jahren gibt es das Institut für vergleichende Irrelevanz an der Frankfurter Universität. Jetzt allerdings droht den Besetzern die Räumung. Die Universität hat das Gebäude verkauft.
Entstanden ist das Institut für vergleichende Irrelevanz, kurz IvI, während der Studentenproteste 2003. Die Studenten wollten einen Gegenentwurf setzen zu einem Studium, das seit Bachelor und Master auf Verwertbarkeit und Leistungspunkte setzt.
Verkauf des Gebäudes an Frankfurter Immobilienfirma
Viele Jahre lang wurde das IvI von der Frankfurter Universitätsleitung geduldet. Jetzt aber wurde es an eine Frankfurter Immobilienfirma verkauft. Wie schnell das Gebäude geräumt werden muss und ob es überhaupt noch Hoffnung für die Besetzer gibt, ist im Moment noch unklar. Denn der neue Besitzer ist von den linken Ideen der Bewohner alles andere als begeistert.
Lob und Kritik
Silja Tietz hat das IvI für DRadio Wissen besucht und mit Hausbesetzern, dem Universitätssprecher und Studierenden über das alternative Institut gesprochen. Befürworter gibt es viele – doch längst nicht alle sind von der Idee der Studenten begeistert.