Donnerstag, 20. Juni 2013

Meine Zukunft /

Studienplätze Kein einheitliches System in Sicht  

Metin Tolan von der Universität Dortmund erklärt, wie die Studienplatzvergabe beschleunigt werden soll

Ein Dozent hält vor Studenten der Universität Stuttgart eine Vorlesung.
Glücklich, wer seinen Wunsch-Studienplatz bekommt. (AP)

Auf die Hochschulen kommt in den nächsten Wochen viel Arbeit zu. Sie verschicken im Moment wieder ihre Zulassungsbescheide für Studienplätze. Und das heißt: Wieder werden Studienbewerber mehrere Studienplätze bekommen, weil es noch kein einheitliches Verfahren gibt.

Eigentlich sollte das dialogorientierte Serviceverfahren schon längst in Betrieb sein. Es soll den Hochschulen anzeigen, wer einen Studienplatz angenommen hat. Der Bewerber fällt dann automatisch aus dem Bewerbungsverfahren der anderen Hochschulen heraus. So könnten die Studienplätze schneller vergeben werden. Doch im Moment nutzen nur 17 Hochschulen die Internet-Plattform für rund 22 Studiengänge.

Technische Fehler

Vor allem hakt es an der Technik. Die Hochschulen verfügen über unterschiedliche IT-Systeme, um die Vergabe von Studienplätzen zu koordinieren. Es ist nicht leicht, alle aufeinander abzustimmen. Deshalb wird es auch für dieses Jahr wieder erwartet, dass sich die Vergabe der Plätze bis weit ins Semester ziehen wird.

Wenig Hoffnung

Die NRW-Hochschulen haben schon eine Gegenmaßnahme getroffen. Sie koordinieren die Fristen, zu denen die Bewerber einen Studienplatz annehmen können, und hoffen, dass so weniger Studienplätze blockiert werden. Viel Hoffnung, dass es mit dem bundesweiten Verfahren noch etwas wird, hat Metin Tolan von der TU Dortmund nicht. Und eine Testphase würde zu doppeltem Arbeitsaufwand führen, der auch nur schwer zu leisten sei.



Mehr bei DRadio Wissen:

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Weitere Informationen:

http://hochschulstart.de/

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