Substitutional Reality Was ist noch real?
Monika Ahrens über ein Experiment, in dem Menschen eine überzeugende Realität vorgegaukelt wird
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- Das Substitutional Reality System kann völlige Verwirrung auslösen (Sanpei Hirado | nature.com | CC BY-NC-ND 3.0)
Filme wie "Matrix" oder "Inception" spielen mit dem Konzept verschiedener Realitäten. Ein neu entwickelter Helm erzeugt bei Versuchsteilnehmern ähnliche Erlebnisse, indem er ihnen eine sehr realistische Welt vorgaukelt. Die Wissenschaftler wollen erforschen, wie Menschen erkennen, was real ist und was nicht.
"Virtual Reality" ist mittlerweile schon ein alter Hut: Datenhelm auf den Kopf schnallen, und schon erzeugt das System virtuelle Welten, in denen sich der Nutzer bewegen kann. In den letzten Jahren war dagegen öfter von "Augmented Reality" zu hören - wohl auch, weil mittlerweile sogar moderne Smartphones dazu in der Lage sind, Videoaufnahmen der echten Welt mit zusätzlichen, virtuellen Ebenen anzureichern. Forscher aus Japan haben nun ein neues Konzept entwickelt: "Substitutional Reality" nennen sie es, also etwa "Ersetzte Realität".
Datenbrille und Kopfhörer zur Erforschung der menschlichen Wahrnehmung
Im Experiment tragen die Versuchsteilnehmer einen Helm, der ihnen über Kopfhörer Klänge und über eine Datenbrille bewegte Bilder zuspielt. Zunächst hören und sehen die Probanden das, was tatsächlich um sie herum passiert. Dann aber wird ihnen per Knopfdruck eine simulierte Realität übermittelt, und das zunächst so subtil, dass sie keinen Unterschied bemerken. Die Forscher wollen auf diese Weise herausfinden, wie Menschen erkennen, was real ist und was nicht.