Suchtverhalten Die Droge Internet
Tim Wiese hat mit Nutzern, Medienwissenschaftlern und Pädagogen über das Phänomen "Internetsucht" gesprochen.
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- Bisher gibt es keinen Konsens über den Begriff "Internetsucht". (picture-alliance | dpa | Peter Steffen)
Nach dem aktuellen Drogen- und Suchtbericht 2012 sollen 560.000 Menschen zwischen 14 und 64 Jahren in Deutschland internetabhängig sein.
Der Drogen- und Suchtbericht identifiziert rund 2,5 Millionen Menschen als problematische Internetnutzer und eine halbe Million Menschen in der Gruppe der 14- bis 65-Jährigen als internetabhängig. Die Meinungen gehen auseinander, wenn es darum geht, eine Internet- oder Spielsucht zu identifizieren oder gar zu diagnostizieren. Bis heute gibt es jedoch keine allgemeingültigen Kriterien, mit denen man eine solche Sucht feststellen kann.
Internetsüchtig oder spielsüchtig
Auch die Abgrenzung zu anderen Süchten ist unklar. Wie Menschen eingestuft werden können, die durch Spiele wie World Of Warcraft kurzzeitig oder längerfristig die Welt um sich herum vergessen, ist noch nicht geklärt. Eine der grundlegenden Fragen ist, ob diese Menschen wirklich internetsüchtig oder möglicherweise eher spielsüchtig sind.
Kein Konsens über Definition
Vielleicht kann man in diesem Fall aber auch gar nicht von Sucht sprechen: Bisher besteht in der Fachwelt nämlich nicht einmal ein Konsens über die Definition von Internetsucht. Es ist sogar möglich, dass keine Sucht besteht, sondern lediglich nur eine kurz andauernde Begeisterung für die virtuelle Realität. Bisher gibt es in der Fachwelt keinen Konsens über die Definition von Internetsucht. Unklar ist auch, ob die Internetsucht tatsächlich eine Sucht ist, also eine wirkliche Abhängigkeit, die gleichzusetzen ist mit anderen, auch stoffgebunden Abhängigkeiten.