Sonntag, 19. Mai 2013

Globus /

Südafrika Mit Beschneidung HIV-Risiko senken  

Bericht von Jörg Poppendieck

Südafrikansiche Jungen in Schuluniform.
Südafrikansiche Jungen in Schuluniform. (flickr.com / Randy OHC cc-by)

Südafrika ist das Land, das von der Aids-Epidemie am stärksten betroffen ist. Jeder Fünfte hier ist HIV-positiv. Zunehmend entschließen sich junge Männer zur Beschneidung, um sich vor Aids zu schützen.

In verschiedenen Regionen Südafrikas haben jüngst Beschneidungskliniken aufgemacht, die die Operationen kostenlos durchführen.

Die Zielgruppe sind vor allem junge Männer, weil sich herausgestellt hat, dass der Appell, Kondome zu benutzen, weitgehend wirkungslos geblieben ist.

Nach einer wissenschaftlichen Studie soll durch eine Beschneidung die Chance, sich mit dem HIV anzustecken, um bis zu 50 Prozent sinken. In Soweto - dem Township - vor den Toren von Johannesburg steht eine solche Klinik.

Jörg Poppendieck begleitet junge Männer zu ihrer Beschneidung in dieser Klinik. Der 16-jährige Sekile liegt auf einer der grünen Liegen in der Beschneidungsklinik. Sekile hat die Augen geschlossen, er ist betäubt. Er sieht nicht, wie Dr. Maschichu zum Skalpell greift: "Du spürst keinen Schmerz?", fragt er Sekile, der den Kopf schüttelt.

Dr. Maschichu setzt das Skalpell an. Es ist nur ein kleiner Schnitt. Eine Sache von Sekunden: "Das war's - die Vorhaut ist ab. Sieh nur wie schön dein Penis ist."

Mehr auf DRadio Wissen:

Männliche Beschneidung schützt vor Aids

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