Freitag, 24. Mai 2013

Kultur /

Talayoten Neues über eine untergegangene Kultur  

Stefanie Eichler besucht Ausgrabungen auf Mallorca, wo 123 v. Chr. die Kultur der Talayoten untergegangen ist

Ein zerfallener Talayot-Turm auf Mallorca.
Die Talayots sind stumme Zeugen der untergegangenen Talayoten-Kultur. (Dirk Vorderstraße | Flickr | CC BY 2.0)

Etwa 1000 Jahre vor Christus entstand die Kultur der Talayoten auf Mallorca. Bis heute sind Spuren ihrer Kultur auf der spanischen Ferieninsel zu sehen.

Die Talayots sind Türme aus großen, groben Steinen. Sie stehen bis heute überall auf Mallorca und sind stumme Zeugen einer relativ unerforschten Kultur. Die Siedlungen und Grabstätten, Wachtürme und Tempel der talayotischen Menschen überziehen Mallorca und Menorca wie ein Netz.

Rom löschte die Talayoten-Kultur aus

Die Talayoten galten im Mittelmeerraum als hervorragende Steinschleuderer und wurden von den Phöniziern aus Karthago für die punischen Kriege zwischen 246 v. Chr. und 146 v. Chr. gegen die Römer angeheuert. Doch als die Römer im Jahre 123 v. Chr. die Inseln angriffen, konnten die Menschen des Talayotikums nicht standhalten. Im Laufe der Jahrzehnte ging ihre Kultur in der römischen auf.

Kleinfamilien ohne Besitz

Wir wissen über das soziale Leben der Talayoten nicht viel. Klar scheint bisher, dass sich bei ihnen die Kleinfamilie herausgebildet hat und Vater, Mutter und Kinder unter einem Dach wohnten, die Großeltern meist jedoch nicht. Die talayotische Gesellschaft war offenbar nicht an Besitz gebunden, sondern an sozialen Aufgaben; beispielsweise bei der Verteilung der Nahrungsmittel, beim Häuserbau, bei religiösen und politischen Versammlungen.



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Weitere Informationen:

Geschichte Mallorcas
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