Tatort-Kneipen Zusammen guckt sich's weniger allein
Henning Hübert hat sich den Sonntagabend-Krimi auf Großbildleinwand angesehen - in einer Kölner Kneipe.
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- Ist die Kneipe zu klein, werden manche Tatort-Folgen auch im Kino angeschaut. Hier in Leipzig. (dpa | picture alliance | Hendrik Schmidt)
90 Minuten Stille in einer voll besetzten Kneipe: Was bei der samstäglichen Bundesliga-Konferenz undenkbar wäre, kann man am Sonntagabend erleben. In immer mehr Kneipen versammeln sich um 20:15 Uhr Tatort-Fans zum gemeinschaftlichen Fernsehabend.
Kurz bevor am Sonntagabend um 20:15 die berühmte Titelmelodie des ARD-Krimis "Tatort" ertönt, müssen in der Hammond-Bar in der Kölner Südstadt die letzten Bestellungen aufgegeben werden - und zwar ausschließlich in großen Gläsern. Denn die nächsten 90 Minuten heißt es: Klappe halten und ermitteln. Wer zur Halbzeit um 21 Uhr den richtigen Mörder nennen kann, kriegt nach dem Abspann einen Schnaps spendiert.
Gemeinsame Ermittlungen
Die offizielle Liste zählt mittlerweile bundesweit 150 Tatort-Kneipen. Die meisten Zuschauer sind zwischen Anfang 20 und Mitte 30 und nicht selten jeden Sonntagabend in der gleichen Kneipe zu finden. Gemeinsam mit Gleichgesinnten kombinieren sie Indizien und diskutieren nach dem Abspann über die Qualität der neuesten Folge.