Samstag, 25. Mai 2013

Medien /

Taxi Eine App revolutioniert die Taxibranche  

Ein Gespräch mit dem Medienjournalisten Moritz Metz

Wartende Taxen an einem Taxistand in Berlin.
Fahren statt Warten: Die App myTaxi ist dabei die Taxibranche zu revolutionieren. (Juan Carlos Aceros | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)

Die App heißt myTaxi und vermittelt per GPS Fahrgäste an Taxifahrer - nebenbei stellt myTaxi die Taxibranche auf den Kopf. Die Taxizentrale sind empört, weil sich mittlerweile sogar Daimler an der App beteiligt hat. Sie befürchten, dass myTaxi ihnen die Kunden wegnehmen könnte.

Gegründet wurde myTaxi vor zwei Jahren von einem Hamburger Startup. Mittlerweile gibt es in 48 Städte über 7000 Taxifahrer die via Smartphone auf diese App zugreifen. Hat man die App als Kunde auf seinem Smartphone installiert, sieht man auf einer Karte, wo im Umfeld die nächsten Taxen herumschwirren. Via Smartphone fordert man einen Fahrer an. Der hat fünf Sekunden, sich zu überlegen, ob er das Angebot annimmt. Dann sieht man, wie sich der Fahrer zu einem hinbewegt und wie lange das noch dauert.

Taxi.eu - ein Angebot der Taxizentralen

Die Taxizentrale haben auf diese App mit Taxi.eu reagiert. Es gibt sie in 60 verschiedenen Städten. Dort funktioniert die Vermittlung, wie bei der Taxizentrale, man bestellt ein Taxi, sieht aber nicht, wie sich der Wagen zu einem hinbewegt. Moritz Metz hat beide Apps ausprobiert: "Man muss sich noch ein wenig daran gewöhnen, beide Apps haben erst mal einen Fehler angezeigt. Ich musste dann nochmal buchen, aber bei beiden Apps kam dann auch wie magisch ein Taxi angefahren."

Kein preislicher Unterschied für den Fahrgast

Preislich unterscheiden sich die beiden Angebote - zumindest für den Fahrgast - kaum, weil Taxifahrer an einen bestimmten Tarif gebunden sind. Für die Fahrer besteht jedoch ein Unterschied: Wer bei der Taxizentrale angemeldet ist, muss je nach Stadt eine monatliche Grundgebühr entrichten. Für die Fahrer, die myTaxi verwenden, entfällt diese Gebühr. Dafür entrichten die Fahrer pro Fahrt 79 Cent an myTaxi.

Für die meisten Fahrer, sagt Moritz Metz, sei myTaxi ein zusätzlicher Verdienst zur regulären Vermittlung über die Taxizentrale. In manchen Städten würden es die Taxiverbände nicht gerne sehen, wenn Fahrer die Taxizentrale zu Gunsten von myTaxi verließen.

 Diskutieren Sie mit uns über die Taxi-Apps auf Facebook.



Mehr bei DRadio Wissen:

Prag - Handy-App gegen Taxi-Nepp
Mit High-Tech gegen Abzocke bei Taxi-Fahrten in Tschechien.
(Medien vom 04.08.2011)

Mehr zum Thema:

Taxizentrale - Schäumend vor Wut
(faz.net vom 03.02.2012)

Der Beschwerdebrief des Taxiverbandes an Daimler

Interview mit den Gründern von myTaxi
(Gründerszene.de vom 23.11.2011)

10 Millionen Euro Investition von Daimler in myTaxi
Techcrunch vom 23.01.2012

Eine regionale Mitfahrzentrale

 

Zum Kommentieren bitte registrieren oder anmelden.

Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare

Wenn Sie Verstöße gegen unsere Kommentar-Regeln feststellen, informieren Sie bitte die Forenadministration per E-Mail.

Beitrag hören

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Medien

Ein Kameramann blickt durch den Sucher seiner Kamera.

Youtube-SitcomAus Berlin ins Netz

Eine selbstgebastelte Youtube-Sitcom, die sehr professionell ausssieht.

Mehr …

Smartwatches auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin 2012.

SmartwatchesInternet am Handgelenk

Uhren, die Verbindungen zum Smartphone aufnehmen können, werden immer beliebter.

Mehr …

Fotografen fotografieren die neue XBox One.

KonsoleAllrounder XBox One

Die neue Box wirkt eher wie ein Entertainment-Center.

Mehr …

Zwei Glasaugen, die leicht schielen.

GadgetSmartphone-Brille zum Ausdrucken

Ein Bonner Informatiker hat sich seine eigene 3D-Spiele-Brille gebaut.

Mehr …

Die Jury von DSDS

FernsehenGoodbye DVB-T

Bald gibt es kein "DSDS" mehr über DVB-T.

Mehr …

Autoschlüssel liegen auf einer Landkarte neben einem Smartphone.

TeilenCarsharing mit Privatautos

Wer sein Auto selten nutzt, kann sich mit digitalem Carsharing etwas dazuverdienen.

Mehr …