Freitag, 24. Mai 2013

Redaktionskonferenz /

Textiles Subversive Textilkunst mit Teddybär-Effekt  

Stephanie Müller und Klaus Dietl nehmen organisieren Flashmobs unter dem Namen Kommando Agnes Richter.
Kommando Agnes Richter: Die Strick-Flashmobber in Aktion (Stephanie Müller | Klaus Dietl )

Der feine Unterschied zwischen Mode und Textilkunst.

Wer Ende Juni unvorsichtigerweise in der Münchner Luxusmeile Maximlianstraße die Fußgängerunterführung unter den Altstadtring hinunterstieg, bekam ein ziemliches Kontrastprogramm geboten zu Dior, Gucci, Prada, Oper und Hotel Vier Jahreszeiten: In der Ausstellung "The Fabric" gab es Anleitungen zum Selbernähen, Mode mit Recycle-Chic, oder – für ganz Mutige – den Kurs "Ladendiebstahl, leicht gemacht" samt präparierter Baggy Pants mit versteckten Innentaschen im Schritt. "The Fabric", zwei Wochen, 70 Künstler – ein Laboratorium sollte es sein, um sich kritisch mit der Mode- und Konsumwelt auseinanderzusetzen.Und die Besucher sollten nicht nur schauen oder kaufen, sondern auch selber nähen, stricken, drucken.

 Kunstaktion des Kommando Agnes Richter in Frankfurt.Das Kommando Agnes Richter wirkt "anziehend": Bismarck und seine neuen Häkelshorts. (Stephanie Müller | Klaus Dietl )

 

Bismarck mit Häkelshorts

Stephanie Müller und Klaus Dietl haben das ganze veranstaltet. Zwei Künstler aus München, er Maler, sie Textilkünstlerin. The Fabric ist nur eines ihrer vielen situationistischen Kunstprojekte. Da gibt es zum Beispiel das "Kommando Agnes Richter" – Textilflashmobs, bei denen ein steinerner Bismarck rote Häkelshorts bekommt oder Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse mit einem sozialen Netz eingestrickt werden. Oder die Band "Beißpony", in der Stephanie Müller Musik mit der Nähmaschine macht.

Mitglieder der Künstlergruppe "Kommando Agnes Richter" stricken am Dienstag (23.08.2011) in Frankfurt am Main im Museum für Kommunikation ein Gewebe aus altem T-Shirt-Stoff. Kommando Agnes Richter: Die Strick-Flashmobber in Aktion (picture alliance | dpa | Frank Rumpenhorst)

 

Kunst im Kollektiv

Heute Abend sind Stephanie Müller und Klaus Dietl zu Gast in der Redaktionskonferenz und erzählen, was der Unterschied von Mode und Textilkunst ist, warum ihre Arbeiten gern ein wenig unvollkommen ausschauen dürfen, und warum ihnen Kunst im Kollektiv mehr Spaß macht.

Gast: Stephanie Müller und Klaus Dietl

Redaktion: Wolfgang Schiller (Moderation), Suzan Bazarkaya (Online), Stefan Fries (Nachrichten), Nastia Shvabska (Technik)

Playlist:
Beißpony – thedevilsdefinitionofcapitalismisgood
Beißpony – isoldesveryinsightfulthoughtsongoingtoworkandsuicide
Destroy all Monsters – Vampire
Tunic (Song for Karen) – Sonic Youth
Beißpony – youcouldbeamodelgoodbye
Beißpony – fairytailending

Lösung des Earobics:
Wo-Kabel-Test = Vokabeltest

Mitmachen:

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Mehr bei DRadio Wissen:

DIY – Fertig ist unsexy
Drei Buchstaben stehen für das Selbermachen: DIY - Do It Yourself. Dabei geht es nicht nur um Hobbykeller-Geschraube, sondern um den vielfältigen Spirit des Machens.
(Spielraum vom 23.06.2011)

Mehr zum Thema:

Rag Treasure – Modelabel von Stephanie Müller

Beißpony – Band von Stephanie Müller
(Beißpony auf Myspace.com)

Beißpony – Band von Stephanie Müller
(Beißpony auf sueddeutsche.de)

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