Thailand Vertriebene im eigenen Paradies
Ein Beitrag von Juliane Kowollik
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- Die Moken leben als Seenomaden auf Booten in der östlichen Andamanensee und dem südchinesischen Mee (Jantima Kulkit, privat)
Die Menschen vom Meer, wie sich die Moken selbst nennen, sind Seenomaden. Ehemalige Seenomaden, denn mittlerweile sind sie sesshaft geworden - zwangsweise.
Ursprünglich lebten die Moken auf Booten auf dem Meer zwischen den Grenzen Thailands, Myanmars und Malaysias. Nur während der Monsunzeit wurden sie zeitweise sesshaft und bauten kleine Dörfer, in denen sie lebten, bis der Monsun vorbei war.
Zwangsweise Ansiedlung
Bis vor 30 Jahren der Tourismus in Thailand aufkeimte. Das Königshaus schenkte dem Völkchen eine kleine Bucht und kaufte ihnen das restliche Land für einen Spottpreis ab. Heute leben die 120 Moken in der Leam Tong Bucht auf Koh Phi Phi Don. Ihren Lebensunterhalt können sie seitdem nicht mehr nur mit Fischfang und Naturalientausch bestreiten. Für andere Tätigkeiten, zum Beispiel als Fremdenführer, fehlen den meisten die Fremdsprachenkenntnisse. Und ihr Wissen über das Meer ist kaum noch gefragt.