Tiananmen Chinas verbotene Bücher
Markus Rimmele über Chinas Drehscheibe für unzensierte Informationen
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- Vor drei Jahren war China Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse, es wurde nur genehme Literatur präsentiert. (Frankfurter Buchmesse / Fotograf: Alexander Heimann)
In Hongkong blüht das Geschäft mit regierungskritischen Titeln.
Am Montag jährt sich die blutige Niederschlagung der Protestbewegung vom Platz des Himmlischen Friedens. Wie jedes Jahr werden in ganz China die Medien dazu schweigen.
In Hongkong herrscht Pressefreiheit
In ganz China? Nein, in der Sonderverwaltungsregion Hongkong herrscht auch 15 Jahre nach der Rückgabe an Peking noch Presse- und Meinungsfreiheit. In den Buchläden der Stadt stapeln sich regierungskritische Titel auf Chinesisch: Historisches zu den Tiananmen-Protesten ebenso wie Aktuell-Pikantes zum gestürzten Politstar Bo Xilai.
Unzensierte Informationen für die Machtelite
Es sind Bücher, die überall sonst in China verboten sind. Unter den Millionen Touristen vom Festland finden sie als Souvenirs reißenden Absatz. Hongkong hat sich zu Chinas Drehscheibe für unzensierte Information entwickelt - nicht zuletzt für die Machtelite selbst.