Tiermedizin Pillen gegen den Hundeblues
Jennifer Stange und Ronny Arnold über Psychopharmaka für Hunde
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- Hunde können ebenso an Depressionen erkranken wie Menschen. (Victor Bezrukov | Flickr | CC BY 2.0)
Verhaltensstörungen, Depressionen, Panikattacken: Die Zahl der tierischen Stadtneurotiker wächst. Mittlerweile gibt es für jedes unerwünschte Verhalten beim Hund eine Lösung in Pillenform.
Schon mit der Einsamkeit geht es los: Hunde hassen es, alleine zu sein, für einige ist es ein wahrer Albtraum. Verlässt der Rest des Rudels das Haus, bellen sie die Nachbarschaft zusammen, zerlegen Möbel und Teppiche oder urinieren in jede Ecke des Hauses. Helfen können ein Platz im Hundekindergarten - oder Medikamente, die den Hund ruhig stellen oder ihn für weitere therapeutische Maßnahmen öffnen.
Pille gegen Stille
Dabei kommen Psychopharmaka zum Einsatz, die auch in der Humanmedizin verwendet werden. Seit der Jahrtausendwende erleben die ursprünglich für den Menschen entwickelten Antidepressiva eine zweite Karriere in der Tiermedizin. Kritiker warnen allerdings: Pillen können kein Ersatz für eine artgerechte Haltung sein.
Lösung mit Nebenwirkungen
Die Pillen haben zudem Nebenwirkungen: Maria Eckert hat diese Erfahrung mit ihrer Bele gemacht: "Erstmal ist gar nichts passiert und dann wurde die aber irgendwie so anders und war dann so wie apathisch und schwach, lag noch viel mehr rum als vorher schon."