Trauer Stille Post
Wie wir der Welt mitteilen, dass ein Mensch gestorben ist
Wenn in der Todesanzeige eines Schornsteinfegers steht: "Er kehrt nie wieder" - ist das dann witzig? Pietätlos? Oder besonders persönlich? Angemessene Trauerkultur ist Ermessenssache und trotzdem gibt es Trends und Entwicklungen.
Wir schauen heute auf Todesanzeigen, treffen einen professionellen Autor von Nachrufen und lassen uns fachmännisch beraten, wie man das eigene Gedenken richtig vorbereitet.
Die eigene Bestattung planen
DRadio Wissen-Reporter Stephan Beuting lässt sich in Sachen Beerdigungsvorbereitung beraten
Stephan Beuting liegt Probe (DRadio Wissen)Wie wäre es mit einem Batman-Sarg und darf man da mal Probe liegen? Tagesreporter Stefan Beuting hat den Kölner Bestattungsunternehmer Christoph Kuckelkorn besucht und seine eigene Beerdigung geplant. Nichts Ungewöhnliches in unserer Zeit: Stiftung Warentest rät dazu, schon zu Lebzeiten mit dem Bestatter des Vertrauens zu sprechen.
Die Todesanzeigensammlerin
Dagmar Reim ist Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) und sammelt Todesanzeigen
Eine Anzeige aus Dagmar Reims Sammlung. (RBB | Dagmar Reim)Seit 1980 sammelt Dagmar Reim Todesanzeigen. Einen Teil davon stellt sie derzeit in Berlin aus. Wir reden mit ihr über die Faszination missglückter Gedenktexte, über skurrile Nachrufe und über stilistische und gestalterische Trends in Todesanzeigen. Außerdem erklärt sie, warum eine Todesanzeigen-Ausstellung keineswegs pietätlos ist.
Das Geschäft mit dem Tod 
Aeternitas-Sprecher Alexander Helbach erklärt, wer mit Verstorbenen Geld verdient
Das Geschäft mit dem Tod ist für viele Bestatter lohnenswert. (Patrick Wilken | Flickr | CC BY-NC 2.0)In Deutschland sterben jeden Tag etwa 2000 Menschen. Etwa doppelt so viele Bestatter kümmern sich um die Überreste. Das Resultat: ein hart umkämpfter Markt. Um möglichst günstige Bestattungen anbieten zu können, werden die Toten quer durchs Land gefahren. Manchmal werden sie in einem 300 Kilometer entfernten Krematorium verbrannt, die Asche wird dann mit dem Paketdienst zurückgesendet.
Nachrufe auf Frau Meier und Herrn Müller 
Tagesspiegel-Redakteur David Ensikat über die von ihm betreute Seite "Nachrufe"
In seinen Nachrufen würdigt David Ensikat ganz normale Berliner (Leonie di Vienna | Flickr | cc-by-nc-2.0)Wer kennt schon Werner Kasprzyk, Lothar Kuhnert oder Wido Krajewski? Drei Berliner, die in den vergangenen Wochen verstorben sind - und derer der Tagesspiegel-Redakteur David Ensikat auf der von ihm betreuten Seite "Nachrufe" mit langen Widmungen gedenkt.