Mittwoch, 22. Mai 2013

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Trauer Stille Post  

Wie wir der Welt mitteilen, dass ein Mensch gestorben ist

Eine Grabstelle: Viele Blumen in der Mitte ein Engel, darunter ein Sinnspruch.
Die richtigen Worte zu finden, ist gar nicht so einfach (picture-alliance | dpa | Soeren Stache)

Wenn in der Todesanzeige eines Schornsteinfegers steht: "Er kehrt nie wieder" - ist das dann witzig? Pietätlos? Oder besonders persönlich? Angemessene Trauerkultur ist Ermessenssache und trotzdem gibt es Trends und Entwicklungen.

Wir schauen heute auf Todesanzeigen, treffen einen professionellen Autor von Nachrufen und lassen uns fachmännisch beraten, wie man das eigene Gedenken richtig vorbereitet.

 

Die eigene Bestattung planen
DRadio Wissen-Reporter Stephan Beuting lässt sich in Sachen Beerdigungsvorbereitung beraten

DRadio Wissen Reporter Stephan Beuting liegt Probe in einem SargStephan Beuting liegt Probe (DRadio Wissen)Wie wäre es mit einem Batman-Sarg und darf man da mal Probe liegen? Tagesreporter Stefan Beuting hat den Kölner Bestattungsunternehmer Christoph Kuckelkorn besucht und seine eigene Beerdigung geplant. Nichts Ungewöhnliches in unserer Zeit: Stiftung Warentest rät dazu, schon zu Lebzeiten mit dem Bestatter des Vertrauens zu sprechen.



Die Todesanzeigensammlerin
Dagmar Reim ist Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) und sammelt Todesanzeigen

Eine Todesanzeige auf der steht: Ein Freund tat etwas sehr Kluges: Er entrann seinem Altenheim, seiner Betreuung, seiner Rechtspflege, Er starb. Dein FinchenEine Anzeige aus Dagmar Reims Sammlung. (RBB | Dagmar Reim)Seit 1980 sammelt Dagmar Reim Todesanzeigen. Einen Teil davon stellt sie derzeit in Berlin aus. Wir reden mit ihr über die Faszination missglückter Gedenktexte, über skurrile Nachrufe und über stilistische und gestalterische Trends in Todesanzeigen. Außerdem erklärt sie, warum eine Todesanzeigen-Ausstellung keineswegs pietätlos ist.

 

Das Geschäft mit dem Tod
Aeternitas-Sprecher Alexander Helbach erklärt, wer mit Verstorbenen Geld verdient

Der Schriftzug Erd- und Feuer- weist auf ein Bestattungsunternehmen hin.Das Geschäft mit dem Tod ist für viele Bestatter lohnenswert. (Patrick Wilken | Flickr | CC BY-NC 2.0)In Deutschland sterben jeden Tag etwa 2000 Menschen. Etwa doppelt so viele Bestatter kümmern sich um die Überreste. Das Resultat: ein hart umkämpfter Markt. Um möglichst günstige Bestattungen anbieten zu können, werden die Toten quer durchs Land gefahren. Manchmal werden sie in einem 300 Kilometer entfernten Krematorium verbrannt, die Asche wird dann mit dem Paketdienst zurückgesendet.


Nachrufe auf Frau Meier und Herrn Müller 
Tagesspiegel-Redakteur David Ensikat über die von ihm betreute Seite "Nachrufe"

Eine rote Nelke liegt auf einem GrabsteinIn seinen Nachrufen würdigt David Ensikat ganz normale Berliner (Leonie di Vienna | Flickr | cc-by-nc-2.0)Wer kennt schon Werner Kasprzyk, Lothar Kuhnert oder Wido Krajewski? Drei Berliner, die in den vergangenen Wochen verstorben sind - und derer der Tagesspiegel-Redakteur David Ensikat auf der von ihm betreuten Seite "Nachrufe" mit langen Widmungen gedenkt.



Mehr bei DRadio Wissen:

Nachlass: Das Appstament
Lydia Meyer über eine App, die als digitales Testament dient
(Netzreporter vom 17.10.2012)

Medizintechnik - Trauer kann tödlich sein
Dass Stress die Gesundheit angreift, ist schon lange bekannt. Weniger bekannt ist, was dabei genau im Körper passiert und warum gerade Trauernde besonders oft und schnell davon betroffen sind und sogar Schlaganfälle und Herzinfarkte erleiden.
(Natur vom 25.07.2012)

Lebenswege - Der Tod, Domian und DRadio Wissen
Über Spaziergänge auf Friedhöfen, den Erkenntnisgewinn durch die Lektüre des Tibetischen Totenbuches und über seine Meinung zur Sterbehilfe spricht Jürgen Domian bei DRadio Wissen
(Redaktionskonferenz vom 29.06.2012)

Tod: 1A für Leichen
Wenn die Pachtzeit eines Grabes abgelaufen ist, wird es geöffnet und wieder belegt. Oft finden sich dann aber noch Reste der dort zuvor bestatteten Person. Techniker beschäftigen sich mit dem optimalen Grab, damit das seltener vorkommt.
(Natur vom 29.12.2011)

Erinnerungskultur - Trauer per App
Smartphone-Besitzer können virtuelle Grabstellen neuerdings auch von unterwegs aus pflegen.
(Netzreporter vom 07.12.2011)

Depressionen - Wenn die Trauer nicht weichen will
Von der Melancholie zur Volkskrankheit Depression; es ist ein schmaler Grat zwischen harmlosen Gemütsschwankungen und einer ernstzunehmenden Erkrankung.
(Natur vom 21.11.2011)

 

Mehr zum Thema:

Todesanzeigen - eine Sammlung von Dagmar Reim
(Radio Berlin 88,8)

Skurile Todesanzeigen
(Süddeutsche Zeitung Online vom 02.11.2010)

Falsche Todesanzeigen
(Süddeutsche Zeitung Online vom 18.11.2008)

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