Trinken Generation ungesellig
Martin Alioth geht der Frage nach, warum die Iren nicht mehr in die Kneipe gehen.
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- Kulturgut oder Auslaufmodell? Viele Pubs in Irland stehen vor dem Aus. (mareina | flickr.com | CC BY-NC-SA 2.0)
Früher waren die Iren berühmt für ihre Pub-Kultur. Heute macht jeden zweiten Tag eine Kneipe zu.
Seit 2005 gibt es mehr als 1000 Lokale weniger in Irland. Der "Vinters' Federation of Ireland", der Verband der irischen Wirte, verliert seit zehn Jahren stetig Mitglieder. Padraig Cribben, der Vorsitzende der Vereinigung, macht die starke Konkurrenz der Supermärkte verantwortlich: 2006 wurde ein irisches Gesetz aufgehoben, demzufolge der Verkaufspreis für alkoholische Getränke über den Produktionskosten liegen muss. Seither verkaufen Supermärkte ihren Alkohol zu Schleuderpreisen.
Supermarkt statt Kneipe
Dazu kommt das Rauchverbot, das seit 2004 gilt, und drakonische Strafen für zu viel Alkohol am Steuer. All das führt dazu, dass vor allem junge Iren lieber zuhause trinken, statt im Pub.
Viele Wirte bedauern das nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen - schließlich lerne man in der Kneipe auch den geselligen und freundlichen Umgang mit seinen Mitmenschen.