Trinkwasser I Luxus: 127 Liter Wasser pro Tag
Die Professoren Janos Bogardi und Franz Nestmann über die Probleme der weltweiten Wasserversorgung
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- Wasser - nicht jeder Mensch hat genug davon. (dr.pedaa | Flickr | CC BY-NC 2.0)
Wasser ist knapp und wird noch knapper. Zwar besteht unser blauer Planet zu 70 Prozent aus Wasser - aber der größte Teil davon ist salziges Meerwasser. Von den restlichen 2,5 Prozent sind nur 0,007 Prozent als Trinkwasser nutzbar. Was fängt die Menschheit damit an? Diese Frage wurde auf dem Symposium "Ressource Wasser – Verfügbarkeit, Bedarf, Management" diskutiert.
Jeder Bundsbürger verbraucht am Tag 127 Liter Wasser – in anderen Ländern sieht es mal schlimmer, mal weniger schlimm aus. Doch so allmählich sehen Experten in ganz bestimmten Regionen der Erde das Ende dessen gekommen, was für uns tagaus tagein scheinbar unendlich aus den verschiedensten Anschlüssen sprudelt.
Das Bevölkerungswachstum, der Klimawandel, der Verbrauch durch Landwirtschaft und Industrie – wie lässt sich das alles in Zukunft regeln, zumal ja schon heute lange nicht jeder Mensch auf dem Globus genügend davon zur Verfügung hat?
Wasserwirtschaft und Wasserkonflikte
"Ressource Wasser – Verfügbarkeit, Bedarf, Management" hieß ein Symposium der Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz. Stattgefunden hat es am 15. Februar 2013. Erster Redner war Janos Bogardi, Senior Fellow am Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn. Seine Forschungsschwerpunkte sind hydrologische Extreme, großräumige Wasserwirtschaft, Wasserkonflikte sowie Wasser und Bildung. Im Hörsaal berichtet er über "Wasser als globale Ressource unter sich verändernden Bedingungen".
Aus einem Strom wird Strom
Als zweite Redner auf dem Symposium innerhalb der Reihe "Zukunftsfragen der Gesellschaft" sprach Franz Nestmann zum Thema: "Mekong: Aus einem Strom wird Strom gemacht". Nestmann leitet das Institut für Wasser und Gewässerentwicklung in Karlsruhe. Seine Interessensgebiete sind der Flussbau, der Gewässerausbau, Hochwasserschutz und Ökologie. Er entführt uns nach Südostasien und beleuchtet die Situation des Mekong, wie er vom Menschen genutzt wird – mit allen positiven und negativen Folgen.