Trinkwasser II Meilenweit in Krügen schleppen
Die Biolotechnologin Dorothea Bartels und der Jurist Frank Andreas Schendel über die Probleme der weltweiten Wasserversorgung
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- Slum Kibera (newbeatphoto | flickr.com | CC BY 2.0)
Meistens sind es die Frauen mit oder ohne Kinder, die hart dafür arbeiten müssen, um an eine lebenswichtige Ressource zu kommen.
Sie sind erst mit leeren, auf dem Rückweg dann mit vollen Eimern oder Krügen beladen und benötigen so manche Stunde, um das kostbare Nass nach Hause zu schleppen. In vielen Staaten Afrikas und auch anderen Entwicklungsländern spielen sich derartige Szenen Tag für Tag ab.
Wasser: teuer und schlecht
Aber nicht nur auf dem Land, auch dort, wo Menschen sehr eng zusammenleben, ist die Wassernot mitunter groß: in den Slums der Megastädte. Was noch oben drauf kommt: Nicht immer ist das Wasser von guter Qualität – Krankheiten können die Folge sein – und es kostet zu viel. Eine einfache Formel unter den Fachleuten lautet: je armseliger die Lebensumstände, desto teurer ist das Wasser. Schuld sind meist Zwischenhändler, die ordentlich daran verdienen.
Wir setzen unsere Reihe mit der Professorin Dorothea Bartels fort. Sie ist Leiterin am Institut für Molekulare Physiologie und Biotechnologie der Pflanzen an der Universität Bonn.
Mit Biotechnologie den Wasserverbrauch senken
Ihr Vortrag, den sie am 15.2.2013 in Mainz gehalten hat, trägt den Titel: "Landwirtschaftliche Wassernutzung – Wohin führt der Weg?". Darin beschäftigt sie sich unter anderem mit dem Wasserverbrauch verschiedenster Anbausorten und dem Einzug der Biotechnologie in die Welt der Nutzpflanzen.
Nach Bartels Vortrag folgen juristischen Aspekte rund ums Wasser. Eingeladen dazu war auf der Fachtagung Frank Andreas Schendel. Er ist Rechtsanwalt und Vorsitzender des Hauptausschusses Recht der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall. Dr. Schendel ist auch Lehrbeauftragter an der Universität Bielefeld. Er spricht über "Wasser fließt, Recht ordnet - Zum aktuellen Wasserrecht".
Veranstalter des Symposiums unter dem Oberthema „Ressource Wasser – Verfügbarkeit, Bedarf, Management“ war die Akademie der Wissenschaften und der Literatur.