TV-Serien Kurz und gut
Hendrik Efert über das Erfolgsrezept britischer Serien
"Downton Abbey" ist für einen Emmy nominiert, "Sherlock" hält die Fernsehzuschauer weltweit in Atem, und die britischen Serienexporte steigen pro Jahr um mehr als 10 Prozent. Mehr Episoden gibt es trotzdem nicht.
Viele Sender, die britische Serien gekauft haben, wollen mehr Episoden im Programm haben. Schließlich könnten sie so noch mehr verdienen, denn die TV-Serien kommen bestens an.
Schneller vorbei als man gucken kann
Momentan gibt es mit britischen Serien nur ein Problem: Hat man sie für sich entdeckt, sind sie auch schon wieder vorbei. Die Staffeln haben zwischen drei und acht Episoden - deutlich weniger im Vergleich zu amerikanischen Serien, die meist zwischen 13 und 22 Folgen haben.
Make it short
Bisher haben die britischen Serienmacher den weltweiten Ruf nach mehr Output ignoriert. Dies hat auch finanzielle Gründe. Allerdings auch kulturelle, denn die Briten haben sich an kurze Serien zur Auflockerung gegen endlose Soaps gewöhnt.