Mittwoch, 19. Juni 2013

Medien /

TV-Serien Kurz und gut  

Hendrik Efert über das Erfolgsrezept britischer Serien

Benedict Cumberbatch und Martin Freeman spielen in der BBC-Serie "Sherlock" Sherlock Holmes und Dr. John Watson.
Holmes und Watson sind im modernen London angekommen. (BBC)

"Downton Abbey" ist für einen Emmy nominiert, "Sherlock" hält die Fernsehzuschauer weltweit in Atem, und die britischen Serienexporte steigen pro Jahr um mehr als 10 Prozent. Mehr Episoden gibt es trotzdem nicht.

Viele Sender, die britische Serien gekauft haben, wollen mehr Episoden im Programm haben. Schließlich könnten sie so noch mehr verdienen, denn die TV-Serien kommen bestens an.

Schneller vorbei als man gucken kann

Momentan gibt es mit britischen Serien nur ein Problem: Hat man sie für sich entdeckt, sind sie auch schon wieder vorbei. Die Staffeln haben zwischen drei und acht Episoden - deutlich weniger im Vergleich zu amerikanischen Serien, die meist zwischen 13 und 22 Folgen haben.

Make it short

Bisher haben die britischen Serienmacher den weltweiten Ruf nach mehr Output ignoriert. Dies hat auch finanzielle Gründe. Allerdings auch kulturelle, denn die Briten haben sich an kurze Serien zur Auflockerung gegen endlose Soaps gewöhnt.



Mehr bei DRadio Wissen:

Der Anti-Held als Serien-Star
Warum der erfolgreiche Mehrteiler den Antihelden benötigt, erklärt Hendrik Efert.
(Spielraum vom 05.07.2012)

Sherlock Holmes und die Krimiserien von heute
Im Ersten startet die erfolgreiche BBC-Serie "Sherlock", die den altenglischen Ermittler ins London von heute holt.
(Kultur vom 22.07.2011)

Britische Klon-Serien aus den USA
Das BBC-Fernsehen ist weltweit sehr einflussreich und weist in vieler Hinsicht hohe Qualität auf.
(Medien vom 02.11.2011)

 

Weitere Informationen:

Wie die Briten zu ihren Qualitätsserien kamen
Christian Junklewitz versucht nachzuzeichnen, auf welchen Grundlagen die hohe Kreativität britischer Serien beruht.
(serienjunkies.de vom 01.02.2010)

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