Donnerstag, 23. Mai 2013

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Twitter Accounts gehackt  

Michael Gessat über einen vermeintlichen Twitter-Hack

Ein Vogel sitzt auf einem Ast.
Was ist denn bei Twitter los? Der Vogel weiß auch nicht weiter. (Creative Tools | Flickr | cc-by-2.0)

In den vergangenen Tagen hat Twitter vermehrt E-Mails verschickt, vor einem massiven Hacking-Angriff gewarnt und Passwörter der einzelnen Accounts zurückgesetzt. Auch das Deutschlandradio war davon betroffen.

Hinweise auf einen tatsächlichen Hacking-Angriff wurden bei den Twitter-Accounts des Deutschlandradios allerdings nicht festgestellt. Doch wir waren nicht die einzigen, die eine solche E-Mail von Twitter bekamen. Dave Larson von der Webseite "Tweetsmarter" meldete: Twitter Resetting User Passwords After Massive Hijack Attack.

Links zu Malware?

Techcrunch schrieb: You Might Have Gotten An Email From Twitter About Your Account Being Compromised, It’s Real. Der Twitter-Account der Seite war eindeutig gehackt worden, die Angreifer hatten Phishing-Tweets verschickt. Techcrunch warnte seine Follower, nicht auf diese Links zu klicken - dahinter könnte Malware stecken. Eigentlich eine praktische Vorgehensweise für Cyberkriminelle: Die Twitterlinks werden meist verkürzt angezeigt, die User können aus dem Link selbst kaum schließen, wohin er führt.

Stecken die Chinesen dahinter?

Es kam jedoch ein anderer Verdacht auf: Journalisten, die gerade vom Volkskongress in China berichten, fürchteten das chinesische Regime könnte hinter dem Angriff stecken. Das Wall Street Journal schrieb jedoch, es sei kaum möglich, die Quelle der Angreifer zu identifizieren. China-Beobachter und chinesische Aktivisten hätten gelernt, das Web mit einer wohldosierten Paranoia zu benutzen. Aber wie dem auch sei – am Donnerstag kam dann weitgehend Entwarnung von Twitter selbst:

Vielleicht viel Lärm um nichts

"In diesem Fall haben wir versehentlich die Passwörter einer größeren Anzahl von Accounts zurückgesetzt, also nicht nur die, bei denen wir von einer Kompromittierung ausgegangen sind. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und die Verwirrung, die das ausgelöst haben mag.“ Worauf die Website The Register heute schrieb: Rote Gefahr-Verfolgungswahn trifft Twitter. Auch wenn Twitter mit der Warn-E-Mail viel Lärm um nichts gemacht hat, sensibilisiert das die User, verstärkt auf die Sicherheit ihrer Passwörter zu achten.

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