Uefa Euro 2012 Der Mittelstürmer vor dem Aus
Sportjournalist Stefan Osterhaus prophezeit das Ende des Mittelstürmers, wie wir ihn kannten.
Bei den einen fehlt sie gänzlich, die anderen schwören drauf: Die "Spitze", der Mittelstürmer. Über Sinn und Unsinn einer Aufstellungsvariante.
Müller, Rummenigge, Gomez, Drogba - diese Herren haben eines gemeinsam: Sie sind Mittelstürmer, Männer, die auf den Ball warten und ihn dann versenken wollen. Allzu viel laufen mussten diese Herren früher nicht, das hat sich geändert. Und wenn man auf die Diskussionen bei der Europameisterschaft schaut, dann könnte es sein, dass es den Mittelstürmer wie wir ihn kennen, bald vielleicht gar nicht mehr geben wird.
Marco Reus statt Mario Gomez
Im gegenwärtigen Fußball, sagt Stefan Osterhaus, ginge es darum möglichst viele Optionen im Angriffsspiel zu haben. Die Spieler müssten die freien Räume nutzen, dafür braucht es einen Stürmer, der das Kombinationsspiel beherrscht und keinen, der vorne auf den Ball wartet, um ihn zu versenken.
Spaniens Fußballavantgarde
Avantgardisten dieser Spielform seien vor allem in der spanischen Nationalmannschaft zu finden oder beim FC Barcelona. In der deutschen Nationalmannschaft sei am ehesten Marco Reus solch ein Spielertyp. Die Mannschaft habe sich aber schon mit dem eher klassischen Mittelstürmer Mario Gomez arrangiert.