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Warum die Sporthochschule in Köln (fast) alles über die Gegner der Deutschen weiß, erklärt Professor Jürgen Buschmann.
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- Den Ball im Blick und den Gegner hoffentlich auch: Joachim Löw (picture alliance | dpa | Marcus Brandt)
Die Deutsche Sporthochschule analysiert die Gegner der deutschen Elf bei der EM. Im Auftrag des DFB untersuchen Jürgen Buschmann und sein Team zum Beispiel Mannschaftstaktik und Ballkontakte der Gegner. Die Ergebnisse gehen dann direkt an Co-Trainer Hansi Flick und Scout Urs Siegenthaler.
"Ayala: lange warten, langer Anl. rechts" stand auf Jens Lehmanns Spickzettel beim Elfmeterschießen zwischen Deutschland und Argentinien im Viertelfinale der WM 2006. Informationen über den argentinischen Elfmeterschützen, die der Kölner Sport-Professor Jürgen Buschmann und sein Team vorher gesammelt hatten. Auch bei dieser EM analysieren sie im Auftrag des DFB Stärken und Schwächen der gegnerischen Mannschaften.
Das Scouting
Beim sogenannten "Scouting" untersucht das Team zehn bis 15 Spiele jeder gegnerischen Mannschaft, hält fest, wie die Spieler stehen und wie die Ballkontakte verlaufen. Dazu kommt eine Medienrecherche: Darin klären die Kölner, was die Gegner von der deutschen Mannschaft erwarten.
800 Seiten Material
Ihr gesammeltes Wissen geben sie dann an den Trainerstab der Deutschen Nationalmannschaft weiter. Zehn DVDs und rund 800 Seiten Material – so viel kommt pro gegnerischem Team am Ende zusammen. Joachim Löw liest die dicken Mappen nicht alle selbst. Co-Trainer Hansi Flick, Scout Urs Siegenthaler sowie Mitarbeiter des Trainerstabs fassen das Wichtigste für ihn zusammen.