Uganda Ölfunde schüren Konflikte um Land
Ein Bericht von Simone Schlindwein
In Westuganda beginnen europäische Firmen mit der Förderung von Öl - dazu brauchen sie Land.
Gebannt verfolgen dutzende Dorfvorsteher und Fischer einen Dokumentarfilm über die Konflikte im Nigerdelta in Nigeria. "So darf es bei uns nicht enden", sind sich die Dorfvorsteher einig. Sie diskutieren im Gemeindehaus von Buliisa, der Ölregion in Westuganda, über die Folgen der frisch entdeckten Ölvorkommen.
Irischer Konzern will Eigentümer entschädigen und nach Öl bohren
Bis zu 2,5 Milliarden Barrel Öl liegen am Albertsee unter den Häuschen, Gemüsegärten und Baumwollplantagen der Bewohner. Die irische Firma Tullow Oil braucht genau dieses Land, um die ersten Bohrtürme zu errichten. Die Regierung verspricht den Anwohnern Entschädigung für ihre Grundstücke. Seitdem streiten sich am Albertsee die Volksgruppen um jeden Quadratmeter Land.
Viehhirten gegen Bauern
Die Viehhirten gehören dem Volk der Balaalo an, die Bauern dem Stamm der Bagungu. Viele Jahre haben die halbnomadischen Viehhirten und die Bauern friedlich nebeneinander gelebt. Fleisch und Milch waren den Bagungu sehr willkommen. Dann wurde Öl gefunden und der Kampf ums Land begann. Ein neuer Abgeordneter, der 2006 den neu geschaffenen Bezirk Buliisa übernahm, scharrte die Bagungu um sich und vertrieb die Balaalo gewaltsam vom Land.
Simon Schlindwein berichtet für DRadio Wissen über die aktuelle Situation in Uganda.
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