Ultraorthodoxe Juden Einblick in eine vormoderne Welt
Von Sebastian Engelbrecht, ARD-Korrespondent
Mitten im modernen Staat Israel wächst der Einfluss der Ultraorthodoxen in Israel spürbar.
Wenn es nach den ultraorthodoxen Juden in Israel geht, müssen Frauen in Bussen hinten sitzen. Abbildungen von weiblichen Gesichtern sind für sie inakzeptabel. Im Dezember bespuckten Ultraorthodoxe in Beit Schemesch ein 8-jähriges Mädchen auf dem Schulweg, das ihrer Meinung nach nicht züchtig gekleidet war. Wenig später griffen sie in derselben Stadt eine säkulare junge Frau an, zerschlugen die Scheiben ihres Wagens und schütteten scharfes Putzmittel in ihr Auto.
Eine Welt ohne Aufklärung
Mitten im modernen Staat Israel wächst der Einfluss der Ultraorthodoxen in Israel spürbar. Heute gehören 10 Prozent der Bevölkerung zu den streng Religiösen. Sie leben, als hätte es die Aufklärung nie gegeben. Zudem lehnen große Teile der Ultraorthodoxen den Staat Israel und den Zionismus ab. Aber wer sind "die Ultraorthodoxen"? Welche sind die wichtigsten Gruppierungen innerhalb dieser Gesellschaft? Was sind ihre religiösen und politischen Ziele? Sind wirklich alle so radikal? Sebastian Engelbrecht blickt ins Innere der ultraorthodoxen Szene.