Umsatzsteigerung Gebt her eure Kleider
Jeannette Cwienk ist von der neuen Kampagne des Moderiesen nicht überzeugt
-
- Kaufen, kaufen, kaufen - selbst wenn man schon alles hat, sind Klamotten oft so günstig, dass man nicht dran vorbeikommt. (picture alliance | dpa | Facundo Arrizabalaga)
Mit Nachhaltigkeit hat die neue Altkleider-Kampagne von H&M wenig zu tun. Stattdessen nützt sie vor allem dem eigenen Image – und kurbelt das Geschäft der großen kommerziellen Altkleider-Verwerter an.
Bio, Nachhaltigkeit und Recycling sind angesagt. Auf diesen Zug springt jetzt auch der Klamotten-Hersteller H&M auf. Wer dort shoppen geht, kann neuerdings seine abgetragene Kleidung mitbringen – und bekommt dafür Rabatte beim Neukauf. Noch geht das nur in ausgewählten Filialen. Bald soll es bundesweit möglich sein.
Kommerzielle Altkleider-Verwerter verdienen daran
Das klingt klasse, hat aber mit Nachhaltigkeit wenig zu tun. Denn die Kampagne kurbelt den Kauf neuer, preiswerter Hosen, Kleider und T-Shirts an. Dadurch werden die Altkleider-Berge nur noch höher, hat Jeannette Cwienk bei ihren Recherchen herausgefunden. Darüber freuen sich vor allem die großen kommerziellen Altkleider-Verwerter.