Samstag, 25. Mai 2013

Meine Zukunft /

Umsatzsteigerung Gebt her eure Kleider  

Jeannette Cwienk ist von der neuen Kampagne des Moderiesen nicht überzeugt

Eine Käuferin in der Modekette H&M.
Kaufen, kaufen, kaufen - selbst wenn man schon alles hat, sind Klamotten oft so günstig, dass man nicht dran vorbeikommt. (picture alliance | dpa | Facundo Arrizabalaga)

Mit Nachhaltigkeit hat die neue Altkleider-Kampagne von H&M wenig zu tun. Stattdessen nützt sie vor allem dem eigenen Image – und kurbelt das Geschäft der großen kommerziellen Altkleider-Verwerter an.

Bio, Nachhaltigkeit und Recycling sind angesagt. Auf diesen Zug springt jetzt auch der Klamotten-Hersteller H&M auf. Wer dort shoppen geht, kann neuerdings seine abgetragene Kleidung mitbringen – und bekommt dafür Rabatte beim Neukauf. Noch geht das nur in ausgewählten Filialen. Bald soll es bundesweit möglich sein.

Kommerzielle Altkleider-Verwerter verdienen daran

Das klingt klasse, hat aber mit Nachhaltigkeit wenig zu tun. Denn die Kampagne kurbelt den Kauf neuer, preiswerter Hosen, Kleider und T-Shirts an. Dadurch werden die Altkleider-Berge nur noch höher, hat Jeannette Cwienk bei ihren Recherchen herausgefunden. Darüber freuen sich vor allem die großen kommerziellen Altkleider-Verwerter.



Mehr bei DRadio Wissen:

Faire Mode: Korrekt einkaufen
Die Nachfrage nach öko-fairer Mode steigt - eine Alternative ist das Recycling von Mode
(Agenda vom 12.03.2013)

Nachhaltigkeit: 3, 2, 1 - ökologisch meins
Der Handel mit gebrauchten Produkten ist nicht nur günstiger, sondern schont auch die Umwelt.
(Agenda

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Kommentare 4 - 1 von 4

  • 4. Keine Nachhaltigkeit?

    Jeder ausgebildete Journalist weiss genau: die Kritik ist immer eine Analyse. Man vergleicht das Ereignis mit einem anderen seiner Art und ERST DANN bewertet man dieses Ereignis von seinem eigenen Standpunkt aus. Dass Jeannette Cwienk von der neuen H&M – Initiative nicht überzeugt ist, das sehe ich. Wovon ist sie aber überzeugt? Was ist die alternative Lösung? Die Altkleider wegwerfen? Jeannette hat wahrscheinlich noch keine Kinder, sonst hätte sie sich schon längst Gedanken gemacht, wohin mit allen diesen alten Klamotten. Ich werde meine Altkleider und auch die von meinen Kindern auch weiter bei H&M abgeben. Ich bin so froh, dass ich das alles jetzt nicht wegwerfen soll. Sondern das, was noch getragen werden kann, wird auch getragen. Und das, was nicht mehr brauchbar ist – und das ist bei den erwachsenen Kindern meistens der Fall :) - wird vernünftig verarbeitet. Eben das heisst für mich die Nachhaltigkeit. Zum Glück gibt es Leute, die sich wirklich darüber Gedanken machen und auch die Lösungen dafür finden!

    Irene 19.03.2013 14:55 Uhr

  • 3. @Arshama

    Und in den ganzen Beiträgen über die armen afrikanischen Textilhersteller fehlt, das ein geringerer Baumwollbedarf gut für die Welternährung ist. Denn Baumwolle braucht die besonders wasserreichen Böden. Ganz abgesehen davon das auch der Alttextilhandel Arbeitsplätze schafft, darunter auch die ganze Änderungsschneiderei. Abgesehen davon das er ab und zu neue Klamotten erst erschwinglich macht für viele Menschen. Ich denke hier hat es die Branche der afrikanischen Textilproduzenten geschafft in den Medien Lobbyarbeit zu betreiben.

    EnzoAduro 15.03.2013 01:37 Uhr

  • 2. Handel mit Altkleidern gefährdet Akrikas Textilindustrie

    Leider fehlt in Ihrem Beitrag der Hinweis darauf, dass die gemeinnützigen Verwerter mit dem Verkauf der Altkleider an Afrika die dortige Textilindustrie gefährden. Ist eben alles nicht so einfach schwarz und weiß. Ich werde meine Altkleider dennoch weiter in die Container geben. Besser als wegwerfen...

    Arshama 15.03.2013 01:16 Uhr

  • 1. Klamotten nur für eine Saison?

    Was sind das denn für Steriotype? Man kann bei H&M auch Klamotten für mehrere Saisons kaufen. Wie? In den Laden gehen, kaufen. Und dann: Mehr als eine Saison tragen. Wie Qualität? Die Qualität ist genauso gut wie bei anderen Geschäften oder Marken. Und schwankt genau wie bei anderen Läden/Marken von Stück zu Stück.

    EnzoAduro 14.03.2013 19:46 Uhr

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