Universität Hamburg Nie wieder Ranking
Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, über Ranglisten und Hochschulen
-
- Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, ist gegen Hochschulrankings. (picture-alliance | dpa | Marcus Brandt)
Wo kann man am besten BWL, Jura oder Medizin studieren? Verschiedene Hochschul-Rankings geben darüber Auskunft. Die Universität Hamburg will nicht mehr darauf erscheinen.
Aus diesem Grund wird die Universität Hamburg in Zukunft keine Anfragen für Rankings mehr beantworten. Die werden besonders häufig in Zeitungen und Magazinen veröffentlicht, um Lesern darüber Auskunft zu geben, welche Universität zum Beispiel für angehende Betriebswirte am besten ist. Auch zu Themen wie den Forschungsvorhaben der Professoren an Universitäten gibt es Rankings.
Rankings sind ungenau
Mehrmals in der Woche bekommt die Universität Hamburg mittlerweile Anfragen zu solchen Rankings. Immer geht es darum, Daten herauszusuchen, die dann irgendwie für die Rankings verarbeitet werden. Der Präsident der Universität Hamburg, Dieter Lenzen, will dem ein Ende setzen: Die Universität Hamburg wird ab sofort die Mitarbeit an solchen Rankings verweigern. Zwei Gründe führt Dieter Lenzen dafür an: Zum einen seien die Rankings häufig methodisch schlecht erarbeitet. Für die Universität bedeutet die Mitarbeit daran außerdem einen erheblichen Mehraufwand, häufig mit der Konsequenz, dass Hochschulen in den fertigen Rankings gegeneinander ausgespielt würden.