Unternehmertum Zwei Jungs auf großer Fahrt
Dirk Schneider portraitiert zwei junge Unternehmer in Hamburg
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- Die Reeder Lucius Bunk (links) und Alexander Tebbe (rechts) (C Auerbach Schifffahrt.)
Mit einem Startkapital von 10 Millionen Euro ein Schiff kaufen und eine Reederei gründen. Zwei Hamburger wagen ein Leben als maritime Jungunternehmer.
Wer eine Reederei gründen will und dazu in Hamburg, der erntet in der Regel Kopfschütteln von Freuden, Verwandten und Bankangestellten. Doch wer Erfolg haben will, braucht neben einer zündenden Idee auch entsprechendes Durchhaltevermögen. Nach langer Suche fanden Alexander Tebbe (30) und Lucius Bunk (33) an einem Schreibtisch einer kleinen niedersächsischen Regionalbank das offene Ohr eines Angestellten, der an ihre Idee glaubte. Von ihrem Startkapital kauften sie ihr erstes Schiff, die "Maple Ingrid", das zurzeit mit Frachten wie Reis oder Granitblöcken über die Weltmeere fährt.
Die Flotte: Die MS Maple Ingrid (C Auerbach Schifffahrt)
Stückgut als Fracht
Mit dem Stückgutfrachter, der alles transportiert, was nicht in Container passt, bedienen Tebbe und Bunk ein Nischengeschäft. Um auf Dauer erfolgreich zu sein, verfolgen sie eine eigene Strategie: Ihre Geldgeber beteiligen sich durch eine Investition nicht nur an dem Schiff, sie steigen gleichzeitig als Teilhaber in die Reederei ein.
Reederei und Logistiker
Auf diese Weise kann das Geschäftsrisiko gemindert werden, wenn mehrere Schiffe für "Auerbach Schifffahrt" unterwegs sind, und eines der Schiffe Verluste einfährt. Zudem will die Reederei nicht nur die Schiffe stellen, sondern selbst die Ladung organisieren, also auch als Logistiker Profit machen.
