Urheberrecht/ Patente Reichtum statt Eigentum
Gespräch mit Karsten Gerloff, Präsident der Free Software Foundation Europe
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- Das Urheberrecht hat Vor- und Nachteile. (Horia Varlan | Flickr | cc-by)
Die Weltorganisation für geistiges Eigentum (Wipo)gehört zur UN und regelt den Zugang zu Wissen und Patenten.
Das Urheberrecht und Patente soll den Zugang zum geistigen Eigentum regeln. Für Schwellen- und Entwicklungsländer kann das den Zugang zu Wissen und patentierten Erfindungen erschweren: Die Wipo ist nicht nur für das geistige Eigentum von Autoren oder Künstlern zuständig, sie verhandelt beispielsweise auch internationale Verträge für die Pharmaindustrie.
Wenn Arm und Reich den gleichen Preis zahlen müssen
Dass Aids-Medikamente rund um den Globus den gleichen Preis haben, ist ein Ergebnis von Wipo-Verhandlungen - mit dem Nachteil, dass die Mensche in Entwicklungsländern die gleichen Kosten dafür aufbringen müssen, wie Menschen in Industriestaaten. Ähnlich verhält es sich mit Texten aus Schulbüchern.
Weltorganisation für geistigen Reichtum
Karsten Gerloff von der Free Software Foundation sagt, die Wipo solle umdenken und den Zugang zum Wissen vereinfachen. Außerdem setzt sich die Free Software Foundation gemeinsam mit anderen Organisation dafür ein, dass die "Weltorganisation für geistiges Eigentum" zur "Weltorganisation für geistigen Reichtum" umbenannt wird. Dann könnte sie dazu beitragen, den Zugang zu Ideen und Erfindungen zu erleichtern.