Mittwoch, 19. Juni 2013

Medien /

Urheberrecht/ Patente Reichtum statt Eigentum  

Gespräch mit Karsten Gerloff, Präsident der Free Software Foundation Europe

Ein C in einem Kreis - das Zeichen für Copyright.
Das Urheberrecht hat Vor- und Nachteile. (Horia Varlan | Flickr | cc-by)

Die Weltorganisation für geistiges Eigentum (Wipo)gehört zur UN und regelt den Zugang zu Wissen und Patenten.

Das Urheberrecht und Patente soll den Zugang zum geistigen Eigentum regeln. Für Schwellen- und Entwicklungsländer kann das den Zugang zu Wissen und patentierten Erfindungen erschweren: Die Wipo ist nicht nur für das geistige Eigentum von Autoren oder Künstlern zuständig, sie verhandelt beispielsweise auch internationale Verträge für die Pharmaindustrie.

Wenn Arm und Reich den gleichen Preis zahlen müssen

Dass Aids-Medikamente rund um den Globus den gleichen Preis haben, ist ein Ergebnis von Wipo-Verhandlungen - mit dem Nachteil, dass die Mensche in Entwicklungsländern die gleichen Kosten dafür aufbringen müssen, wie Menschen in Industriestaaten. Ähnlich verhält es sich mit Texten aus Schulbüchern.

Weltorganisation für geistigen Reichtum

Karsten Gerloff von der Free Software Foundation sagt, die Wipo solle umdenken und den Zugang zum Wissen vereinfachen. Außerdem setzt sich die Free Software Foundation gemeinsam mit anderen Organisation dafür ein, dass die "Weltorganisation für geistiges Eigentum" zur "Weltorganisation für geistigen Reichtum" umbenannt wird. Dann könnte sie dazu beitragen, den Zugang zu Ideen und Erfindungen zu erleichtern.

 



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Kommentare 1 - 1 von 1

  • 1. Ein kontroverses Thema, bei dem es sich lohnt es im Detail auszuleuchten

    Ein ausgesprochen kontroverses Thema, dass hier angesprochen wird. Fakt ist, dass Kreativschaffende von irgend etwas leben müssen. Auf der anderen Seite hat Herr Gerloff Recht, wenn er auf die einschränkende Wirkung des Urheberrechts hinweist. Mir fällt zum Beispiel zunehmend auf, dass auf Youtube viele Inhalte mit dem Verweis auf die GEMA speziell in Deutschland nicht gezeigt werden. D. h. Deutschland wird von einem Teil der musikalischen Weltkultur ausgeschlossen. Und dabei ist fraglich, ob hier vor allem die finanziellen Interessen der Musiker oder der GEMA im Vordergrund stehen. Aus Musikerkreisen hört man, dass eine GEMA-Mitgliedschaft oft nicht von Vorteil ist. Insbesondere dann, wenn selbst kreierte Musik aufgrund von GEMA-Abgaben nicht zu marktgerechten Preisen angeboten werden kann.

    Kommentator 27.10.2011 22:49 Uhr

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