US-Wahl 2012 Wahlkampf im Netz
Michael Meyer über die Internetkampagnen der US-Präsidentschaftskandidaten
Schon bei den vergangenen Präsidentschaftswahlen in den USA war der twitternde Barack Obama Top-Thema in allen Medien. Auch in der laufenden Kampagne spielt das Internet eine große Rolle.
Google hat eine eigene Webseite für die US-Präsidentschaftswahlen eingerichtet. Der Internet-Gigant bietet den Parteien auch die Möglichkeit, mit einem speziellen Geotargeting-Dienst in den einzelnen Wahlbezirken Wahlwerbung zu schalten. Der Wahlkampf im Netz ist dadurch deutlich zielgerichteter.
Republikaner und Demokraten werben im Netz
2008 war der twitternde Barack Obama für viele Menschen noch Avantgarde. Mittlerweile haben die Republikaner gleichgezogen: zum Beispiel eine Parodie auf den Billy-Joel-Hit "We didn't start the fire". Das Video wurde viele Hunderttausend Male angeklickt und herumgeschickt. Es stammt von einer Spendenorganisation, die sich für die Republikaner einsetzt.
"Negative Campaigning"
Auch das "Negative Campaigning" nimmt weiter zu: Für Experten ein guter Weg, beim Rückstand eines Kandidaten die Verhältnisse aufzurütteln. Dennoch geben die Parteien nur einen vergleichsweise kleinen Teil ihres Budgets für die Werbung im Netz aus - 98,5 Prozent des Geldes fließt weiterhin in die klassischen Werbekanäle bei Fernsehen und Zeitungen.