US-Wahlkampf Applaus für Obama
Sebastian Sonntag spricht in der Webschau über die Rede von Barack Obama
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- Auf dem Parteitag der Demokraten lief es glatt für Barack Obama, von ein paar Patzern abgesehen. (dpa | Tannen Maury)
Barack Obama will für vier weitere Jahre US-Präsident werden, seine Partei hat ihn als Präsidentschaftskandidaten nominiert. Nach seiner Rede auf dem Parteitag der Demokraten gibt es im Netz viel Lob für Barack Obama - und ein wenig Kritik.
Barack Obama hat vor allem für mehr Zeit und für Vertrauen in seine Politik geworben. Spiegel Online schreibt: "Die Krise sei noch nicht überwunden, aber seine Regierung sei auf dem richtigen Weg. Er wolle neue Jobs schaffen, Amerikas Mittelschicht nach dem Absturz in der Krise stabilisieren, die Ausgaben für das Militär reduzieren, den Umweltschutz ausbauen, die Gesellschaft für Migranten öffnen, die Rechte von Frauen schützen, Minderheiten integrieren.“
Die Obama-Rede in der Analyse
Obama hat aber auch darauf aufmerksam gemacht, dass diese Wahl eine Richtungsentscheidung sei, wie sie deutlicher nicht sein könnte. Süddeutsche.de zitiert aus Obamas Rede: "Es wird eine Wahl zwischen zwei verschiedenen Wegen für Amerika sein." Obama erinnert auch an seine Erfolge, zum Beispiel daran, dass er Osama bin Laden gefasst hat, wie man auf Politico.com lesen kann.
Die US-amerikanische Politik-Nachrichtenseite hat die 15 wichtigsten Aussagen aus der Rede Obamas zusammengestellt. Die komplette Rede als Video oder als Text und eine ausführliche Analyse, gibt es auf der Webseite der Huffington Post. Auf den Webseiten von Washington Post und New York Times gibt es jeweils ein großes Spezial zum Parteitag der Demokraten mit vielen Bilder und Videos. Auf Spiegel Online gab es einen Life-Ticker.
Viel Lob und ein wenig Kritik
Schon während der Rede gab es Tausende Kommentare auf Twitter oder auf Facebook. Da wurde immer wieder von einer bewegenden und überzeugenden Rede gesprochen. Es gab aber auch Kritik. Spiegel Online war mit einem Team beim Parteitag und beschreibt im Artikel Pleiten, Pech, Parteitag, dass organisatorisch nicht alles so glatt gelaufen ist.
Auch im Netz gab es ein paar Patzer: Youtube hat zum Beispiel den Mitschnitt der Rede von Michelle Obama gesperrt, angeblich wegen einer Copyrightverletzung. Andrea Meister stellt auf Netzpolitik.org fest: "Dieser Vorfall ist nur die neueste Episode einer ganzen Reihe von Fällen, in denen Copyright-Filter fälschlicherweise anspringen und damit Inhalte unzugänglich machen, die gar keine Copyrights verletzen."
Familienfotos und Honigbier
Ansonsten bleibt Barack Obama im Netz erfolgreich: Er twitterte ein ganz persönliches Familienfoto, wie er mit seinen beiden Töchtern im weißen Haus auf dem Sofa sitzt und der Rede seiner Frau lauscht, und auf dem Blog des Weißen Hauses veröffentlicht er ein Rezept für Honigbier.