US-Wahlkampf Demokraten-Pop
Klaus Walter hat Freunde der Demokraten aus der Popkultur gesucht - und gefunden
Barack Obama kann auf die Unterstützung aus dem liberalen Pop-Establishment zählen. In der Hinsicht sticht er seinen Konkurrenten Mitt Romney aus.
Der Soul-Veteran Al Green ist einer der vielen schwarzen Musiker in den USA, die den ersten afroamerikansichen US-Präsidenten unterstützen. Beide verbindet ein außergewöhnlicher Auftritt Barack Obamas im Januar dieses Jahres: Der Präsident tritt auf die Bühne und singt im legendären Apollo Theater in Harlem "Let's stay together" - ein Song, der Al Green weltberühmt gemacht hat. Damit würdigt Obama nicht nur die glorreichen Zeiten der Soulmusik, sondern macht das Stück zur Hymne der afroamerikansichen Solidarität.
Stars schwarzer Musik
Dieser Auftritt puschte nicht nur die Plattenverkäufe von Al Green, sondern auch die Popularität des Präsidenten. Und weil dieses Zusammenspiel so gut geklappt hat, lud wenig später Obama zu einer Blues-Nacht ins Weiße Haus. Unter den prominenten Gästen waren auch B. B. King und Buddy Guy. Die beiden ließen es sich nicht nehmen, holten Obama auf die Bühne und sangen mit ihm gemeinsam "Sweet Home Chicago".
Austarierte Helferliste
Nicht nur zu den Gästen, sondern auch zu den Wahlhelfern gehört Rock-Legende Mick Jagger. Außerdem wird Obama von Rapper Jay Z und seiner Frau, Sängerin Beyoncé, den Foo Fighters, Quincy Jones, Herbie Hancock, den Rockbands Wilco und The National und Lady Gaga unterstützt. Auch Ricky Martin ist für Obama, damit gewinnt der Präsident einen Unterstützer, der gleich zwei Gesellschaftsgruppen vertritt: Latinos und Schwule.