Montag, 20. Mai 2013

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Vatileaks Verrat im Vatikan  

Tillmann Kleinjung über ein ungewöhnliches Pfingstfest in Rom

Paspst Benedikt sitzt mit versteinerter Miene unter der Papstkrone auf seinem Thron
Der Papst ist über den Enthüllungsskandal "not amused". (dpa/picture-alliance | Alessandro Di Meo)

Verschwendungen, dubiose Geschäfte der Vatikanbank: Die Vatileaks-Affäre hat mit der Festnahme des päpstlichen Kammerdieners ihren Höhepunkt erreicht.

Normalerweise feiert die katholische Kirche an Pfingsten ihren Geburtstag; in diesem Jahr war das Fest von der Ausgießung des Heiligen Geistes über die Jünger Jesu aber von der Vatileaks-Affäre überschattet. Erst veröffentlichte der Journalist Gianluigi Nuzzi in einem Buch geheime Papstdokumente, und dann wurde auch noch der päpstliche Kammerdiener als Whistleblower verhaftet. In seiner Wohnung soll er unrechtmäßig große Mengen vertraulichen Materials gesammelt haben.

Undichte Stelle im Vatikan

Im Vatikan spricht man von einem kriminellen Akt. Es gibt in den eigenen Reihen eine undichte Stelle, einen Informanten, der italienische Medien und vor allem den Journalisten Gianluigi Nuzzi mit brisantem Material versorgt hat. Der Sprecher des Papstes taufte den Skandal "Vatileaks".

Verschwendung und schwierige Beziehung

Nach ersten Enthüllungen Anfang des Jahres hatte der Papst im April eine Untersuchung der Affäre angeordnet und eine Kommission unter der Leitung von Erzbischof Angelo Becciu mit den Ermittlungen betraut. Das Material, das Nuzzi nun in einem Buch veröffentlicht hat, ist heiß: Es geht um Verschwendung im Vatikan, um die dubiosen Geschäfte der Vatikanbank, deren Chef soeben zurücktreten musste und auch um Benedikts schwierige Beziehung zur deutschen Kirche.



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