Mittwoch, 19. Juni 2013

Kultur /

Venezuela Kampagnen-Schlacht im Netz  

Martin Polansky beobachtet den digitalen Wahlkampf in Venezuela

Der venezolanische Präsident Hugo Chavez bei einem Wahlkampfauftritt in Caracas
Der venezolanische Präsident Hugo Chavez bei einem Wahlkampfauftritt in Caracas (picture alliance / dpa / Miguel Gutierrez)

Commandante Chávez hat allein drei Millionen Follower bei Twitter. Aber auch die Opposition nutzt das Internet.

Präsident Hugo Chávez hat in seinen knapp vierzehn Jahren an der Macht die traditionellen Medien weitgehend auf Linie gebracht. Vor allem das Fernsehen ist beinah gleichgeschaltet, es gibt nur noch einen Chávez-kritischen Kanal.

Digitale Schlacht

Die Opposition nutzt in diesem Wahlkampf daher verstärkt das Internet, um dem Zugriff der Behörden zu entgehen. Aber auch die Chávisten sind im Netz aktiv, und der Comandante hat Venezuela krankheitsbedingt zeitweise vor allem per Twitter-Mitteilung regiert. Und so wird der Wahlkampf im Netz zu einer digitalen, ideologischen Schlacht zwischen Regierung und Opposition - zumindest noch bis zum Wahltag am 7. Oktober.



Mehr bei DRadio Wissen:

Musik: Musikinstrumente statt Waffen
Martin Polansky über Venezuelas Jugendorchester und das Musizieren für den Comandante
(Kultur vom 28.09.2012)

Globovisión: Kritischer Journalismus im Land des Hugo Chávez
Nikolaus Steiner blickt auf die Arbeit der Journalisten des letzten unabhängigen Fernsehsenders in Venezuela.
(Agenda vom 25.06.2012)

Venezuela: Die Tatort-Reporterin von Caracas
Nikolaus Steiner berichtet über venezolanische Journalistin Maria Iglesis, die nur über Mord und Totschlag berichtet.
(Globus vom 29.05.2012)

Weitere Informationen:

Venezuela: Wahlkampf eskaliert
(Youtube-Channel von euronews.de)

 

Venezuela: Chávez läutet Endspurt des Wahlkampfes ein
(jungewelt.de vom 26.09.2012)

Wahlkampf in Venezuela: Wie Hugo Chávez vom Hardliner zum Softie wurde
(ftd.de vom 03.09.2012)

Grabenkampf statt Wahlkampf in Venezuela
(heise.de vom 17.08.2012)

Venezuela: Chávez, die Wahl und die Krankheit
(zeit.de vom 23.07.2012)

Venezuela: Ein „Lula" gegen den anderen
(faz.net vom 15.07.2012)

Zum Kommentieren bitte registrieren oder anmelden.

  • Seite 1 / 1

Kommentare 1 - 1 von 1

  • 1. Faktisch nicht korrekt

    Herr Polansky sollte sich vor seinem nächsten Beitrag zu den Verhältnissen in der Bolivarianischen Republik ordentlich informieren. Es ist schilcht weg nicht korrekt, dass die venezolanischen Medien auf Regierungslinie gleichgeschaltet sind. Etwas 80% der venezolanischen Fernsehsender ist z.B. nach wie vor in privaten Händen (meist Anti-Chavisten). Ich empfehle die Lektüre "Television in Venezuela: Who Dominates the Media?" von Mark Weisbrot, Ökonom und Co-Direktor des Zentrums für Ökonomische und Politische Studien (CEPR) in Washington, D.C. und Tara Ruttenberg, Forscherin bei CEPR. Ihre genaue Analyse der Medienverhältnis in Venezuela belegt das Gegenteil von Polansky Darstellungen. Die Behauptung venezuelas Medien seien gleichgeschaltet und die Meinungsfreiheit sei eingeschränkt stammt von radikalen Chavez Gegenern die meist ohne seriöse Belege arbeiten. Kritik ist gut, aber bitte auf Grundlage von korrekten und überprüfbaren Fakten aus seriösen Quellen!

    JohnnyR 02.10.2012 21:38 Uhr

Wenn Sie Verstöße gegen unsere Kommentar-Regeln feststellen, informieren Sie bitte die Forenadministration per E-Mail.

  • Seite 1 / 1

Beitrag hören

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Kultur

Besucher eines Konzerts klatschen in die Hände.

ApplausInszenierte Begeisterung

Über Mietklatscher und Jubelperser.

Mehr …

Eine Szene aus dem Film "Ziemlich beste Freunde": Der Schauspieler Omar Sy schiebt seinen Kollegen François Cluzet rasant im Rollstuhl durch die Gegend.

KulturförderungSieg für Frankreichs Film

Die französische Kultusministerin Aurelie Filipetti ist erleichtert.

Mehr …

Das Bild zeigt zwei Japanerinnen in Kimonos.

JapanManieren für Mädchen

Tee, Kimono, Höflichkeit.

Mehr …