Verkehr Bahn unterwegs im Netz
Sebastian Sonntag berichtet in der Webschau über die neue Funktion "Transit"
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- Bahnfahrten lassen sich jetzt auch mit Google Transit planen. (flickr.com | Mainbube CC BY-NC 2.0 | Fotomontage DRadio Wissen)
Google Maps und die Deutsche Bahn kooperieren, dabei kommt die neue Funktion Google Transit heraus. Mit ihr lassen sich Bahnfahrten planen - allerdings nur die der Deutschen Bahn. Regionalverkehr und private Verkehrsgesellschaften fehlen bislang. Während die Funktion gut auf mobilen Geräten läuft, hat die Deutsche Bahn jedoch Probleme mit Tickets auf Tablet PCs.
Zusammen haben Deutsche Bahn und Google Maps die neue Funktion "Transit" vorgestellt. Ab sofort kann man sich mit der Routenplanung in Google Maps auch Zugverbindungen für die ausgewählte Strecke anzeigen lassen.
Ausbaufähige Funktion
Auf der Facebook-Seite der Deutschen Bahn gibt es viel positives Feedback dazu. Jürgen Vielmeier dagegen kritisiert auf seinem Blog Basic Thinking, dass der öffentliche Nahverkehr fehlt.
Markus Beckedahl auf netzpolitik.org und auch René Hesse auf mobiflip.de würden sich außerdem wünschen, dass die Deutsche Bahn ihre Fahrplan-Daten frei im Netz zur Verfügung stellt. So könnten auch freie Projekte, wie zum Beispiel Open Street Maps, einen ähnlichen Service anbieten wie Google.
Bahn auf mobilen Endgeräten
Die Integration der neuen Funktion in Google Now, eine Funktion im Google Mobiltelefon- und Tablet-PC-Betriebssystem Android, scheint gut zu funktionieren. Somit läuft Google Transit auch auf dem neuen Tablet PC von Google, dem Nexus 7. Mit eben einem solchen Gerät war Bloggerin Nicole Ebber unterwegs. Darauf installiert hatte sie auch die Ticket-App der Deutschen Bahn. Doch bei der Fahrkartenkontrolle wollte der Schaffner das Tablet-Ticket nicht akzeptieren, wie sie auf ihrem Blog antischokke.de schildert. Denn App-Tickets, weiß sie jetzt aus den AGBs, sind nur auf Smartphones gültig.
Vorsicht bei der Ticket-App
Ricarda Riechert zitiert auf dem Blog stereopoly.de aus einem internen Schreiben der Deutschen Bahn, in dem es heißt, "dass das Abscannen der Codes von Tablets und Laptops nicht mehr geduldet werden darf und nach einer Übergangsfrist von drei Wochen nur noch Tickets auf dem Smartphone angenommen werden dürfen." Selbst wenn man also die Ticket-App der Deutschen Bahn auf dem Tablet-PC installieren kann, sollte man besser die Finger davon lassen.
Ende gut, alles gut?
Jens Lehmann hätte an Nicole Ebbers Stelle mit der Bahn bis vor Gericht über die Gültigkeit des Tickets gestritten, wie er auf dem Blog "Das Fragezeichen" schreibt. Auch sonst gab es viele mitfühlende Reaktionen auf die Ticket-Geschichte im Netz, so dass die Deutsche Bahn ebenfalls inzwischen reagierte. Nicole Ebber hat das Geld für das doppelt gekaufte Ticket zurück bekommen und oben drauf noch einen 10-Euro-Gutschein fürs Bordrestaurant.