Verlagswesen Flatrate für eBooks
Ein Gespräch mit dem Medienwissenschaftler Sebastian Mundt
Derzeit verhandelt Amazon mit Verlagen, damit neben Neuerscheinungen auch sogenannte Backlist-Titel angeboten werden können. Diese Titel spielen für Verlage eine wichtige Rolle, denn sie haben hohe Verkaufszahlen und bringen Geld. Denn in der Regel fallen nur Druckkosten an.
Eine Meldung ließ vor kurzem Aufhorchen: Das Wall-Street-Journal berichtete, der Handelskonzern Amazon plane einen E-Book-Verleih. Dabei soll es eine Art Flatrate für digitale Bücher geben. Kunden sollen gegen eine jährliche Gebühr unbegrenzten Zugriff auf eine E-Book-Bibliothek von Amazon erhalten. Die Verlage scheinen sich noch zu sträuben.
Hoffnung auf weniger Raubkopien
Dabei, so ein Argument, könnte eine Flatrate auch das Raubkopieren von E-Books eindämmen. Durch eine Preisreduzierung könnte zudem die Nachfrage steigen und das elektronische Buch in den USA noch populärer machen. Das, so der Medienwissenschaftler Sebastian Mundt, ist wohl auch der Hauptgrund für den Handelskonzern. Dabei verkauft das Unternehmen nach eigenen Angaben in den USA inzwischen mehr digitale als gedruckte Bücher.