Sonntag, 19. Mai 2013

Medien /

Verlagswesen Flatrate für eBooks  

Ein Gespräch mit dem Medienwissenschaftler Sebastian Mundt

Ein junger Mann liest auf der CeBIT in Hannover eine Text auf dem digitalen Lesegerät "txtr reader".
Für EBook-Leser soll es mehr Lesefutter zum kleinen Preis geben. (AP)

Derzeit verhandelt Amazon mit Verlagen, damit neben Neuerscheinungen auch sogenannte Backlist-Titel angeboten werden können. Diese Titel spielen für Verlage eine wichtige Rolle, denn sie haben hohe Verkaufszahlen und bringen Geld. Denn in der Regel fallen nur Druckkosten an.

Eine Meldung ließ vor kurzem Aufhorchen: Das Wall-Street-Journal berichtete, der Handelskonzern Amazon plane einen E-Book-Verleih. Dabei soll es eine Art Flatrate für digitale Bücher geben. Kunden sollen gegen eine jährliche Gebühr unbegrenzten Zugriff auf eine E-Book-Bibliothek von Amazon erhalten. Die Verlage scheinen sich noch zu sträuben.

Hoffnung auf weniger Raubkopien

Dabei, so ein Argument, könnte eine Flatrate auch das Raubkopieren von E-Books eindämmen. Durch eine Preisreduzierung könnte zudem die Nachfrage steigen und das elektronische Buch in den USA noch populärer machen. Das, so der Medienwissenschaftler Sebastian Mundt, ist wohl auch der Hauptgrund für den Handelskonzern. Dabei verkauft das Unternehmen nach eigenen Angaben in den USA inzwischen mehr digitale als gedruckte Bücher.



Mehr zum Thema bei DRadio Wissen:

Buchmarkt - E-Book Killed the Hardcover-Star
Amazon konnte seinen Absatz an elektronischen Büchern verdreifachen.
(Agenda vom 22.07.2010)

Flachcomputer - E-Book-Tablets: Kleine gegen große Hersteller
Auf den von großen Konzernen beherrschten eBook-Markt strömen kleine Produzenten - manche von ihnen haben durchaus Potential.
(Medien vom 04.01.2011)

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