Verrückte Experimente Von Auto zu Schrott in 26 Stunden
Von Björn Siebke
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- Letzte Ruhestätte Autofriedhof. (flickr.com | jim orsini CC BY 2.0)
Ein Professor schlägt wie wild mit einem Hammer auf ein altes Auto ein. Und er stiftet zwei Studenten an, das selbe zu tun. Das ist schon ungewöhnlich genug. Doch was dann folgt, ist ähnlich unglaublich.
Können Sie sich noch erinnern? Im Sommer 2010 brannten in Berlin reihenweise Autos. Ob da wohl soziologische Feldforschung betrieben wurde? Fast könnte man das meinen, wenn man von den Experimenten eines gewissen Professor Zimbardo hört, der im Dienste der Wissenschaft Autos verschrottet hat. Nicht mit der Schrottpresse, sondern mit Hammer und Benzinkanister.
Philip George Zimbardo in Warschau, Polen, 7. April 2009. (Wikimedia Commons/Jdec/CC BY-SA 3.0)Zimbardo ist Professor an der Stanford-Universität im kalifornischen Palo Alto. Also war er damals - denn unsere Geschichte spielt im Jahr 1969. Später, nach dem Auto-Versuch, hat Zimbardo noch das deutlich berühmtere Standford Prison Experiment durchgeführt, das auch die Vorlage für das Buch "Black Box" von Mario Giordano und den deutschen Film "Das Experiment“ lieferte. Dabei ist das Auto-Experiment mindestens genauso wichtig. Zimbardo hat darin ganz grundsätzliches menschliches Verhalten untersucht.
Dieses "Verrückte Experiment" ist die Wiederholung einer Sendung vom 23.08.2011. Die Vorlage für den Bericht stammt aus Reto U. Schneiders "Buch der verrückten Experimente", erschienen im C. Bertelsmann Verlag.