Montag, 20. Mai 2013

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Verrücktes Experiment Fahrlässige Tötung dank Newton  

Änne Seidel über ein gemildertes Strafmaß dank eines Apfels

Eine junge Frau pflückt einen Apfel
Isaac Newton hatte eine etwas unangenehmere Begegnung: Ihm fiel der Apfel der Erkenntnis auf den Kopf. (Benson Kua | flickr | cc by-sa 2.0)

Dass vor 350 Jahren Isaac Newton ein Apfel auf den Kopf fiel, rettete 1994 einen Mann vor einer längeren Haftstrafe. Dem Physiker Newton kam nämlich damals die Erkenntnis, wie sich Gegenstände im Fall Richtung Boden bewegen. Aber der Reihe nach.

Manche Dinge nehmen einfach eine ziemlich unglückliche Wendung. Am Anfang steht oft eine wirklich blöde Idee - und dann kommt auch noch ziemlich viel Pech dazu. So geschehen Anfang der 90er Jahre in den USA. Ein armer Tropf wirft einen Eimer mit Pflastersteinen von einem Hausdach - ungünstigerweise landet der auf dem Kopf eines Polizisten. Das Ganze endet dramatisch: Der Schlag ist tödlich, der Steinewerfer wird wegen Totschlags angeklagt.

Die Newton'schen Bewegungsgesetze

Glück im Unglück: Anders als der Angeklagte hatte der beflissene Psychologe Michael McCloskey brav im Physikunterricht aufgepasst. Er erinnerte sich an die Bewegungsgesetze Isaac Newtons und ließ ein - sagen wir es deutlich - verrücktes Experiment durchführen, um zu beweisen, dass der Angeklagte den Polizisten nicht mit Absicht getroffen hatte. Damit musste der Beschuldigte zwar immer noch wegen fahrlässiger Tötung ins Gefängnis, aber zumindest nicht mehr so lange.



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