Verrücktes Experiment Sadismus kann jeder
Tamara Hölscher hat sich das Stanford-Prison-Experiment genau angesehen
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- Philip Zimbardo wollte es wissen: Was passiert, wenn man gewöhnliche Menschen zu allmächtigen Gefängniswärtern macht? (AP)
Ein Münzwurf entscheidet darüber, wer angepasstes Opfer und wer sadistischer Täter wird. Die Probanden, das verwundert daran, fügen sich überraschend leicht in ihre extremen Rollen. Was verrät das Stanford-Prison-Experiment über die menschliche Natur?
Drei kleine Zellen, ein enger Kasten als Isolationszelle und ein neun Meter langer Korridor. Im Jahr 1971 sollte das einigen Studenten als Gefängnis in einem Experiment dienen. Die eine Gruppe schlüpfte in die Rolle der Wärter, die andere wurden Gefangene, Metallketten und Sträflingsuniform inklusive.
Moral auf der Kippe
Die Frage des Stanford-Prison-Experimentes des Psychologen Philip Zimbardo: Was passiert wenn man gute Menschen an einen schlimmen Ort bringt? Verändern die eigene Moral und die inneren Werte die äußeren Umstände oder greifen die äußeren Umstände auf die Menschen über?
Schnelle Eskalation
Je länger das Experiment lief, desto häufiger mussten die Gefängniswärter daran erinnert werden, dass keine körperliche Gewalt erlaubt war. Aus pazifistisch eingestellten Studenten wurden sadistische Bewacher. Nach fünf Tagen musste Philip Zimbardo das Experiment frühzeitig abbrechen.
Ein verrücktes Experiment aus dem Buch von Reto U. Schneider.