Volkswirtschaft Currency Wars, Euro-Mania and the Price of Gold
Vortrag des kanadischen Volkswirts und Nobelpreisträgers Robert Mundell
Robert Mundell ist zuversichtlich, dass der Euro überleben wird und fordert eine Weltwährung. Seinen Vortrag hielt der kanadische Volkswirt auf dem 4. Wirtschaftsnobelpreisträgertreffen in Lindau
Im Jahr 1999 erhielt der kanadische Volkswirt Robert Mundell den Nobelpreis für Wirtschaft. Normalerweise verfassen die Preisträger anlässlich ihrer Ehrung eine kurze Autobiographie, die dann auf der Website des Nobelpreiskommitees veröffentlicht wird. Robert Mundell hat das aber nicht getan. Und so gibt es wenig zu sagen über sein Leben. Angeblich wohnt er in einem Schloss in Italien. Er soll sich aber auch häufiger in die Wildnis zurückgezogen haben.
Einflussreich und höchst umstritten
Ohne Zweifel aber ist Mundell einer der einflussreichsten Ökonomen unserer Zeit. Und er ist auch einer der umstrittensten: Er ist ein vehementer Verteidiger der US-Steuersenkungen unter Ronald Reagan, und den europäischen Regierungen rät er heute, an Renten und Pensionen sparen, um ihre Haushalte in Ordnung zu bringen.
Wir brauchen eine Weltwährung
Mundells Spezialgebiet ist der Einfluss von Währungskursschwankungen auf die Weltwirtschaft. Er gilt als Pate der gemeinsamen europäische Währung. Trotz der aktuellen Krise ist Mundell zuversichtlich, dass der Euro überleben wird. Er geht sogar noch weiter: Das Heilmittel für die Finanzkrise sei eine Weltwährung.
(Logo der Lindauer Nobelpreisträgertagungen)Die Idee hinter dieser These erklärt Mundell in seinem Vortrag "Currency Wars, Euro-Mania and the Price of Gold". Gehalten hat Mundell diesen Vortrag am 25. August 2011 in Lindau am Bodensee, und zwar beim 4. Treffen der Nobelpreisträger für Wirtschaft.