Vormundschaft Nie ohne meinen Alltagsbetreuer
Anja Datan über den Job des gesetzlichen Vertreters
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- Vormundschaft ist mehr als nur Papierkram, wichtig sind die Unterschriften aber dennoch. (nerxs | flickr | CC BY-NC-SA 2.0)
Wer sich als Volljähriger nicht selbst im Alltag zurecht finden kann, bekommt von der Betreuungsbehörde seiner Kommune einen gesetzlichen Vertreter zur Seite gestellt. In weniger als einer Stunde pro Woche muss der sich um Behördengänge und finanzielle Fragen kümmern.
Früher hießen sie Vormund, seit 20 Jahren spricht man von Betreuern und meint damit die Menschen, die für andere den Alltag managen. 1,3 Millionen Deutsche werden aktuell betreut, Grundlage hierfür ist die Entscheidung eines Betreuungsgerichts, das über Dauer und Umfang des Verfahrens entschieden hat. Der bestellte Alltagsbetreuer muss auch dann Amtsgeschäfte erledigen, wenn der Betreute das gar nicht will. Oder wenn die Verwandtschaft etwas dagegen hat. Rund 17.000 hauptamtliche Helfer gibt es in Deutschland.