Weltlärm Wo die Weltmusik ihren Anfang nahm
Michael Kleff mit einem historisch-musikalischen Blick auf den Begriff Weltmusik
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- Der Kubaner Septeto Matamaros (Mitte) hat "Weltmusik" gemacht, lange bevor es den Buena Vista Social Club gab. (wikipedia.org | unbekannter Urheber public domain)
In den 80er Jahren entstand der Begriff "Weltmusik". Er klassifiziert all die Musik, die aus Afrika, Südamerika und Asien nach Europa kam und sollte den angestaubten Begriff "Folklore" ersetzen. Mittlerweile hat Weltmusik eine wichtige wirtschaftliche Rolle in der Musikindustrie erlangt.
Kritiker sagen der Begriff "Weltmusik" offenbare eine eurozentristische Sichtweise, andere lieben ihn, weil er eine riesige Schublade ist, in die man all die Musik stecken kann, die auch nichtwestliche Musikformen hinweist. Eingeführt wurde der Begriff "Weltmusik" in den 1980er Jahren: Er stand als Oberbegriff für Musik aus nichteuropäischen Ländern, die mehr oder weniger deutlich mit den Musiktraditionen verschiedener Kulturen verbandelt war.
Weltmusik ist ein Wirtschaftsfaktor
Später ordnete man der Weltmusik auch europäische Stilrichtungen wie Klezmer oder Fado zu. Weltmusik spielt mittlerweile eine wirtschaftliche Rolle in der Musikindustrie, beim Handel und beim Käufer. Der unscharfe Sammelbegriffs führt jedoch oft dazu, dass Künstler eher nach ihrer Herkunft als nach ihrem Musikstil in die Genreboxen eingeordnet werden. So hat etwa ein Soulalbum aus dem Benin gute Chancen, in der Weltmusikabteilung zu landen. Wie vielfältig Weltmusik tatsächlich klingen kann, hören Sie im Weltlärm am 7. Oktober ab 22 Uhr.
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