Wetter Nicht aufregen!
Die einen klagen über zu viel, die anderen über zu wenig: Regen
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- Auch im Regen kann man Spaß haben - ganz bestimmt! (Jack Amick | flickr | cc by-nc 2.0)
Der Herbst ist da und mit ihm der Regen. Doch Regen ist nicht gleich Regen: Von Niesel über Sprüh- bis hin zu Platzregen reicht das Niederschlags-Repertoire. Besonders unbeliebt ist der Frontregen, umgangssprachlich auch Dauerregen genannt. Von künstlichem Regen und Hagelschauern, vom virtuellen Wasserhandel, dem sprichwörtlichen Regenwetter und der richtigen Kleidung für Wasserratten - unser Tagesthema.
Manche empfinden Regen als unangenehm, andere lieben das kühle Nass - wobei ein tropischer Regenschauer auch als warmer Regen niederschlagen kann und ein Sommerschauer angenehmer daherkommt als ein Platzregen während einer Fahrradtour.
Landwirte brauchen den Regen, und für sie ist er allemal besser als Hagel. Deswegen hat man Methoden entwickelt, um Hagelwolken in Regenwolken zu verwandeln. Ihr Nutzen ist unter Wissenschaftlern aber umstritten.
Wie dicht ist dicht?
Thilo Jahn testet wetterfeste Kleidung im Selbstversuch
Wie hoch darf die Wassersäule sein, bis man trotz Funktionskleidung nass wird? (© Thilo Jahn | DRadio Wissen)Wenn es häufiger regnet, ist auch die Zeit gekommen, die Garderobe aufzustocken: mit Regenschirm, -jacke, -hose oder -poncho. Doch welche Kleidung ist für welches Wetter und welche Aktivität geeignet? Und was sagt eigentlich die Wassersäule über die Dichtigkeit aus? DRadio-Wissen-Reporter Thilo Jahn hat verschiedene Klamotten getestet - unter simulierten Bedingungen in einer Regenkammer.
Virtueller Wasserhandel
Gespräch mit Susanne Neubert über neue Wege, Wasserprobleme zu lösen
Während es in einigen Teilen der Welt zu viel regnet, gibt es in anderen Teilen viel zu wenig Regen. (AP) Das Konzept des virtuellen Wasserhandels besteht darin, dass wasserarme Länder ihren Bedarf an landwirtschaftlichen Produkten - vor allem Grundnahrungsmittel wie Getreide - verstärkt durch Importe aus wasserreichen Ländern decken, anstatt sie selbst zu produzieren. Das Ziel ist eine räumliche Verlagerung der wasserintensiven landwirtschaftlichen Produktion.
Schauer, Graupel, Tropfengröße: eine kleine Regenkunde
Michael Klein, Geschäftsführer von donnerwetter.de, erklärt Fachbegriffe wie Frontregen, Dauerregen oder Starkregen
Plitsch, platsch, plutsch - Regentropfen gibt es in ganz verschiedenen Ausführungen. (marvelprash | flickr | cc by-nc-sa 2.0)Die unterschiedlichen Formen von Regen sind abhängig von meteorologischen und geographischen Bedingungen. Hinzu kommt, dass - wie bei anderen wissenschaftlichen Themen auch - eine unterschiedliche Terminologie gebraucht wird. Spricht der Experte von Frontregen, ist das für Otto Normalverbraucher der Dauerregen, Konvektionsregen hingegen ist besser bekannt als Tropenregen oder warmer Regen.
Regen gibt's nicht auf Bestellung
Meteorologie-Professor Manfred Wendisch über Versuche, Regen künstlich zu erzeugen
Besonders Landwirte sind vom Wetter abhängig - und versuchen es mitunter zu beeinflussen. (fireboat895 | flickr | cc by-nc 2.0)Regen ist ein natürliches Phänomen - künstlich erzeugen lässt er sich nicht. Oder doch? Manfred Wendisch ist Professor für Meteorologie an der Universität Leipzig. Viele Bauern, so sagt er, schicken Hagelflieger über ihre Äcker, wenn Hagelwolken darüber hängen. Sie bringen Substanzen in die Wolken ein, die die Tropfenbildung begünstigen sollen. Bislang gibt es allerdings keine wissenschaftlich Belege, dass die Substanzen wirklich Regen auslösen.
Regen auf Knopfdruck: Funktionstest in der Regenkammer