Montag, 20. Mai 2013

Medien /

WikiLeaks Streit im Netz der Aufklärer  

Daniel Schmitt, Ex-Wikileaks-Sprecher Deutschland, am Rednerpult
Daniel Schmitt verabschiedete sich mit großem Tamtam von Wikileaks. (cc_flickr/Max Braun)

Ist mit dem großen Zerwürfnis der Wikileaks-Betreiber auch die Idee gescheitert?

Der deutsche WikiLeaks-Sprecher Daniel Schmitt, der mit richtigem Namen Daniel Domscheit-Berg heißt, hat sich medienwirksam verabschiedet. Dabei hat ihn WikiLeaks-Gründer Julian Assange bereits vor vier Wochen suspendiert. Mit ihm gehen auch weitere wichtige Personen. Statt mit entlarvenden Dokumenten macht das Aufklärungsnetzwerk derzeit nur noch mit internen Querelen auf sich Aufmerksam. Nicht zuletzt steht WikiLeaks-Chef Julian Assange in der Kritik, der trotz aufgehobenem Haftbefehl unter dem Verdacht steht, zwei Frauen sexuell genötigt und vergewaltigt zu haben.

Markus Beckedahl hält eine Rede. Markus Beckedahl ist ein gefragter Experte in Sachen Netzrechte. (Re:Publica|flickr|cc-by-nc 2.0)

Ist die Idee von einem Netz der Aufklärer mit dem Zerwürfnis der WikiLeaks-Betreiber jetzt endgültig gescheitert? Eindeutig nein, sagt Blogger Markus Beckedahl von netzpolitik.org. Vielmehr sei die Zeit reif, dass sich mehrere konkurrierende WikiLeaks gründeten. Warum das so ist, verrät er im Gespräch mit Grit Eggerich.

Mehr zum Thema bei DRadio.de:

Webschau - Querelen bei Wikileaks (Beitrag vom 27.09.2010)

WikiLeaks - Scoops und Skandale (Beitrag vom 27.07.2010)

WikiLeaks - Die Whistleblower (Beitrag vom 04.03.2010)

Weitere Informationen:

"Mir bleibt nur der Rückzug" - Interview mit Daniel Schmitt auf Spiegel.de (27.09.2010)

Blinde Flecken bei WikiLeaks - Spiegel.de über WikiLeaks-Gründer Julian Assange (27.09.2010)

Haftbefehl gegen Wikileaks-Chef aufgehoben (faz.net vom 21.08.2010)

Das Netzpolitik-Blog von Markus Beckedahl

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