Wirtschaftsgespräch Studie: Dispokredit-Zinsen zu hoch
Brigitte Scholtes analysiert eine Studie des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung, die zu hohe Zinsen für Dispositionskredite anprangert.
-
- Deutsche Banken stecken sich ordentlich Zinsen in die Tasche, sagt eine neue Studie. (Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)
Die Argumente der Banken werden in der Studie widerlegt. Weder sei das Ausfallrisiko von Dispokrediten hoch - noch müssten so genannte "kleine Kredite" quersubventioniert werden.
Das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung und das Institut für Finanzdienstleistungen haben in einer Studie herausgefunden, dass deutsche Banken bei den Zinsen für Dispositionskredite heftig zulangen. Dabei übersteigen - nach Erkenntnissen der Gutachter - die Erträge für diese Kredite bei Weitem die Kosten.
Im Durchschnitt 12,4 Prozent
Erhebungen der Stiftung Warentest vom Herbst 2011 sind jetzt durch das Gutachten wieder bestätigt worden: Der Spitzenreiter der deutschen Banken nimmt demnach 18,25 Prozent für einen Überziehungskredit, im Durchschnitt sind es 12,4 Prozent. Insgesamt kommen mit diesen Zinsen rund 40 Milliarden Euro pro Jahr zusammen - das macht etwa 500 Euro pro Bundesbürger.